KULTUR


In Baku wird das Andenken des hervorragenden Sängers Muslim Magomaev geehrt

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Baku den 15. August (AZERTAG). Der 17. August ist der Geburtstag des weltberühmten aserbaidschanischen Sängers, Volkskünstlers von Aserbaidschan und der UdSSR Muslim Magomaev.

Laut Auskuft des Pressedienstes des Ministeriums für Kultur und Tourismus gegenüber der Aserbaidschanischen Staatlichen Nachrichtenagentur AZERTAG wird am selben Tag in der Ehrenallee in Baku eine Gedenkveranstaltung stattfinden.

Es wird die Teilnahme von nahen Verwandten des Sängers, darunter namhaften Persönlichkeiten der Kunst, Kultur und Öffentlichkeit an der Veranstaltung erwartet.

Muslim Magomaev wurde im Jahre 1942 in Baku geboren, war ein sowjetisch-aserbaidschanischer Bariton. Er hatte sowohl als Opern- wie auch als Popsänger großen Erfolg. Zudem war er langjähriger Orchesterintendant.

Bis 1968 studierte Magomaev Klavier, Komposition und Gesang am Musikkonservatorium Baku. Der Finalist des Festivals der aserbaidschanischen Kultur 1962 im Moskauer Kreml galt als großes Talent und bekam 1963 ein festes Engagement am Opern- und Ballettheater der Aserbaidschanischen Staatsakademie in Baku. Parallel zu seinem Studium war er 1964 und 1965 als Solist in verschiedenen Konzertsälen und Opernhäusern im In– und Ausland tätig. So gastierte er u.a. an der Mailänder Scala und erlangte insbesondere als Rossinis Figaro und Puccinis Scarpia große Anerkennung beim Publikum.

Magomaev hatte bald großen Erfolg. Er gab zeitweise mehrere Konzerte am Tag in großen Sälen, und seine Schallplatten verkauften sich millionenfach. Nach einigen erfolgreichen Konzertreisen, u. a. sang er 1966 und 1969 im Pariser Olympia. Seit Ende der 1960er Jahre, insbesondere in den 1970er bis 1980er Jahren, war er in der gesamten Sowjetunion v. a. als Sänger populärer Musik sehr angesehen. Auch in der ehemaligen DDR und anderen Ländern des ehemaligen Ostblocks war er ein bekannter Künstler. Schon 1969 waren Karel Gott und er beim Internationalen Lieder Festival im polnischen Sopot die musikalischen „Zugpferde“ außerhalb der Konkurrenz. Seine erste Goldene Schallplatte für mehr als 4,5 Millionen verkaufte Exemplare bekam er im selben Jahr im Rahmen der Midem in Cannes überreicht.

1973 wurde Magomaev mit Volkskünstler der Aserbaidschanischen Sowjetrepublik und Volkskünstler der UdSSR ausgezeichnet. Ab 1975 bekleidete er die Stelle des Intendanten des Staatlichen Sinfonieorchesters Aserbaidschans, die er bis 1989 innehatte.

Magomaev komponierte mehr als 20 eigene Lieder und schrieb die Musik für mehrere Filmproduktionen von denen er in einigen auch mitwirkte. Zudem war er Autor eines Buches über Mario Lanza, das Vorlage einer russischen Fernsehserie über den US-amerikanischen Tenor war.

Nach längerer, schwerer Krankheit verstarb er am 25. Oktober 2008.

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