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In Japan wächst eine neue Insel

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Baku, den 21. Dezember (AZERTAG). Tausend Kilometer südlich von Tokio ließ ein Vulkan die neue Insel Niijima entstehen. Inzwischen ist sie drei Mal so groß wie zu Beginn. Forscher spekulieren über ihre Lebenszeit.

Nach einem Vulkanausbruch ist in japanischen Gewässern in der Nähe von Nishinoshima die neue Insel Niijima entstanden. Nachdem die Marine rund tausend Kilometer südlich von Tokio Rauch gesichtet habe, sei die Entstehung der kleinen Insel festgestellt worden, teilten die Behörden am am 20. November 2013 mit. Sie liegt 130 Kilometer von der nächsten bewohnbaren Insel entfernt.

Auf Videoaufnahmen waren über dem Eiland Rauchfahnen und aufgewirbelte Asche zu sehen. Die japanische Küstenwache mahnte zur Vorsicht in dem Gebiet der Inselkette Ogasawara, bis sich die kleine Vulkaninsel abgekühlt habe. Die Inseln sind auch als Bonin-Inseln bekannt und liegen mit Japan auf dem sogenannten pazifischen Feuerring.

Am 8. Dezember beobachtete die Nasa mit einer Satellitenkamera vulkanische Mineralien und Gestein in diesem Gebiet. Das Wasser ist demnach von aufgewirbelten Sedimenten verfärbt.

Einige Lebensjahre für die Insel - Die Schifffahrtsbehörde hatte Ende November erklärt, die Insel werde aufgrund von Erosion vielleicht nicht lange bestehen bleiben. Wenn sich jedoch genügend Lava über die Meeresoberfläche verfestige, könne sie Eingang in die Seekarten finden. Regierungssprecher Yoshihide Suga scherzte, er hoffe, die Geburt der Insel werde Japans Seegebiet ausdehnen. Laut japanischen Meteorologen ist die Insel inzwischen jedoch groß genug, um zumindest einige Jahre zu überleben – wenn nicht gar dauerhaft. Seit ihrer ersten Entdeckung ist sie mittlerweile auf das Dreifache ihrer ursprünglichen Größe herangewachsen – auf 56.000 Quadratmeter. Derzeit schaut sie 20 bis 25 Meter über die Wasseroberfläche hinaus.

Auch in den frühen 70er Jahren und Mitte der 80er Jahre waren in Japans Gewässern durch Eruptionen kleine Inseln entstanden. Sie wurden mittlerweile aber teilweise oder vollständig vom Meer überflutet. Im September war in Pakistans Gewässern eine 20 Meter hohe und 90 Meter breite Insel durch ein starkes Erdbeben entstanden. Experten rechnen allerdings auch hier damit, dass die Insel bald wieder verschwindet.

Zuletzt waren die Vulkane in der Region Mitte der 1970er Jahre ausgebrochen. Der größte Teil der vulkanischen Aktivität findet unter der Meeresoberfläche statt. Der Bonin-Graben ist mehr als 1000 Kilometer lang und mehr als 10.000 Meter tief.

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