WISSENSCHAFT UND BILDUNG


In Kambodscha graben Forscher eine acht bis neun Jahrhunderte alte Figur aus

Baku, 1. August, AZERTAC 

Das kambodschanische Angkor Wat ist berühmt als größter Tempelkomplex der Welt. In der von der Unesco als Welterbe eingestuften Region finden sich zahlreiche weitere Relikte aus vergangener Zeit. Archäologen suchen daher immer weiter nach historischen Gegenständen - nun hatten sie Erfolg. Bei Grabungen auf dem Gebiet eines alten Krankenhauses bei Angkor Thom - etwa einen Kilometer von Angkor Wat entfernt - entdeckten sie eine Statue, berichtet die Altertumsbehörde von Angkor.

Den Angaben zufolge ist die Figur 1,90 Meter groß und 58 Zentimeter breit, sie lag 40 Zentimeter tief im Boden. Die Statue gehört zu den größten, die in den vergangenen Jahren auf dem Gebiet entdeckt wurden. Gefunden hatten sie am 29. Juli 2017 Forscher des Institute of Southeast Asian Studies aus Singapur. Die größten buddhistischen Statuen der vergangenen 80 Jahre auf dem Gebiet waren 2011 entdeckt worden.

Ein Beschützer für das Krankenhaus - Die Archäologen gehen davon aus, dass die nun freigelegte Statue aus dem 12. oder 13. Jahrhundert stammt und am Eingang des Krankenhauses stand. Womöglich diente sie als symbolischer Beschützer des Gebäudes.

In der Zeit aus der die Figur stammt, regierte unter anderem Jayavarman VII. das Khmer-Reich. Er ist vor allem bekannt für die ambitionierten Bauvorhaben, die er umgesetzt hat. Dem "Medizin-Buddha" Bhaisajyaguru zu Ehren ließ er etwa 102 Krankenhäuser errichten. Außerdem gab er eine neue Hauptstadt in Auftrag, die heute als Angkor Thom bekannt ist.

Heute ist die Region Angkor Unesco Weltkulturerbe. Allerdings wurden bereits zahlreiche architektonische und religiöse Artefakte aus der Gegend geplündert und nach Übersee verkauft. Andere wurden während des Bürgerkriegs in den Siebzigern vergraben, um sie vor der Zerstörung zu schützen.

Heute bedrohen vor allem die vielen Besucher die historische Stätte, die jedes Jahr durch sie hindurchlaufen. Die nun entdeckte Statue könnte den Touristenandrang weiter verstärken. Sie soll in einem Museum in der Provinz Siem Reap ausgestellt werden, in der auch Angkor Wat und Angkor Thom liegen.

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