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Interpol sucht im Mordfall am Kim Jong Nam vier Nordkoreaner

Baku, 17. März, AZERTAC

Nach dem Giftmord am Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Unfahndet Interpol weltweit nach vier verdächtigen Nordkoreanern. Die internationale Polizeibehörde veröffentlichte am Donnerstag vier Festnahmeersuchen (Rote Notiz) wegen Mordverdachts gegen die Männer.

Malaysia hatte Interpol in dem Fall um Hilfe gebeten. Die Verdächtigen im Alter zwischen 32 und 56 Jahren hatten das Land nach Polizeiangaben am 13. Februar verlassen.

An dem Tag war Kims Halbbruder Kim Jong Nam auf dem Flughafen von Kuala Lumpur von zwei Frauen mit dem Nervengift VX angegriffen worden. Er starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Die beiden Hauptverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft und müssen bei einer Verurteilung mit der Todesstrafe rechnen. Vermutet wird, dass Nordkorea hinter dem Anschlag steckt.

Die malaysische Polizei hatte erst in der vergangenen Woche bestätigt, dass es sich bei dem Toten um den 45-Jährigen handelte. Sie hatte ihn anhand von DNA-Material eines Verwandten identifiziert, wie der stellvertretende Generalinspektor der Polizei, Noor Rashid Ibrahim, am Donnerstag erklärte. Er sagte zudem, Kims Familie habe der Regierung die Erlaubnis erteilt zu entscheiden, was mit dem Leichnam geschehen solle.

Wegen des Mordfalls sind die Beziehungen zwischen den beteiligten Ländern angespannt. Sowohl Nordkorea als auch Malaysia lassen keine Staatsbürger des jeweils anderen Landes mehr ausreisen.

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