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Kinder von Kommode erschlagen- Ikea zahlt 50 Millionen Dollar

Baku, 23. Dezember, AZERTAC

Ikea zahlt 50 Millionen Dollar Entschädigung an drei Familien in den USA, deren Kinder durch umgestürzte Kommoden ums Leben kamen. Zuvor wurden das Möbelstück und ähnliche Modelle massenhaft zurückgerufen.

Nach dem Tod mehrerer Kleinkinder durch umgestürzte Kommoden in den USA haben der schwedische Möbelhersteller Ikea und die Anwälte der Eltern eine Einigung erzielt. Das teilte Ikea am Donnerstag mit, ohne weitere Details zu nennen. Die Einigung sei noch nicht gerichtlich bestätigt worden, "und es wäre für uns zu diesem Zeitpunkt unangebracht, einen Kommentar abzugeben", hieß es bei Ikea.

Der Vergleich wurde auch vom Anwaltsbüro Feldman Shepherd Wohlgelernter Tanner Weinstock & Dodig bekannt gegeben, das die Kläger vertrat. Den Opferanwälten zufolge wird Ikea 50 Millionen Dollar an drei betroffene Familien zahlen. Darauf hätten sich alle Seiten nach zweitägigen Mediationen geeinigt, teilte die in Philadelphia ansässige Kanzlei mit. Ikea werde außerdem 250.000 Dollar an Kinderkrankenhäuser und Kinderhilfsgruppen zahlen.

Bei den Verhandlungen ging es um drei Unglücksfälle mit Schubladenkommoden vom Typ "Malm". Zwei Kleinkinder waren im Jahr 2014 gestorben, als Sechs- beziehungsweise Drei-Schubladen-Kommoden umkippten und sie erdrückten oder erstickten. Ein ähnlicher Fall hat sich in diesem Jahr noch einmal ereignet. Ikea hatte deswegen im Sommer in Nordamerika insgesamt fast 36 Millionen Kommoden und ähnliche andere Möbel zurückgerufen.

In einer Mitteilung hatte Ikea Anfang November einen vierten Todesfall im Zusammenhang mit den Malm-Kommoden erwähnt, der sich schon 2011 ereignet habe. Der Möbelhersteller hatte darauf hingewiesen, dass die Kommoden gemäß Anleitung an der Wand befestigt werden müssen und im Sommer vergangenen Jahres kostenlos ein Set zur Wandmontage ausgegeben.

In den USA stirbt nach Angaben der US-Behörde für Produktsicherheit alle zwei Wochen ein Kind, weil ein Möbelstück oder der Fernseher umkippt. Alle 24 Minuten werde ein Kind bei solch einem Unfall verletzt.

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