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Kondensstreifen in Coma-Haufen entdeckt

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Baku, den 21. September (AZERTAG). Vor 300 Millionen Jahren stießen kleine Galaxiehaufen mit gewaltigen Exemplaren ihresgleichen zusammen. Das Ergebnis haben Astronomen jetzt beim Blick in einen so genannten Coma-Haufen gesehen.

Gewaltige Kondensstreifen längst vergangener Galaxien haben Astronomen im sogenannten Coma-Haufen entdeckt. Die „Arme“ könnten Spuren überhitzten Gases nach dem Verschmelzen kleinerer Galaxiehaufen mit der Coma-Ansammlung sein, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Science“. Sie dürften etwa 300 Millionen Jahre alt und hunderttausende Lichtjahre lang sein.

Das Team um Jeremy Sanders vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching hatte die Spuren mit den Röntgen-Satelliten „Chandra“ und „XMM-Newton“ entdeckt. Die Forscher gehen davon aus, dass einst mehrere kleine Galaxiehaufen mit dem gewaltigen, aus tausenden Galaxien bestehenden Coma-Haufen zusammenprallten und dabei heißes Gas abgaben – „ähnlich wie ein Jet einen Kondensstreifen aus Wasserdampf hinter sich herzieht, wenn er über den Himmel fliegt“, heißt es in einer Mitteilung des Instituts.

Erstaunt waren die Forscher darüber, dass die Arme relativ glatt sind. Beim Verschmelzen von Galaxien seien Modellen zufolge starke Turbulenzen zu erwarten, erläutern die Forscher. Die glatte Form deute aber auf eine selbst nach vielen Fusionen „eher ruhige Kulisse“ für das heiße Gas im Coma-Haufen hin.

 

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