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Las-Vegas-Ableger in Spanien wird doch nicht gebaut

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Baku, den 14. Dezember (AZERTAG). Bis zu einer Viertelmillion Jobs sollten durch den Mega-Casinokomplex „Eurovegas“ bei Madrid entstehen. Doch jetzt hat der US-Konzern Las Vegas Sands das Vorhaben abgeblasen. Das liegt offenbar auch am spanischen Rauchverbot.

Spanien bekommt doch kein „Eurovegas“. Der US-Casinobetreiber Las Vegas Sands verwarf seinen Plan, für mehr als 30 Milliarden Euro in der Nähe von Madrid eine Glücksspielstadt zu errichten. Stattdessen werde man versuchen, asiatische Länder wie Japan oder Südkorea als Partner zu gewinnen.

Der Gründer und Chef von Las Vegas Sands, US-Casino-Tycoon Sheldon Adelson, hatte laut spanischen Medien in letzter Minute als „unverhandelbar“ bezeichnete Forderungen gestellt. Diese habe Madrid aber auf keinen Fall erfüllen können. So soll Adelson eine Senkung der Glücksspiel-Steuern sowie eine Absicherung seiner Investitionen vor eventuellen Gesetzesänderungen verlangt haben. Zudem war das strikte Rauchverbot in Spanien zuletzt zu einem großen Hindernis geworden.

Für das krisengebeutelte Spanien ist die Nachrichte ein herber Schlag. Vorgesehen war der Bau von sechs Casinos, zwölf Hotels und zahlreichen Geschäften. Dies sollte für 250.000 neue Arbeitsplätze sorgen. Derzeit ist in Spanien jeder Vierte ohne Job.

 

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