WIRTSCHAFT


Laut BP kostet Ölkatastrophe knapp 62 Milliarden Dollar

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Baku, 15. Juli, AZERTAC

Vor sechs Jahren explodierte die Ölplattform "Deepwater Horizon" - mit dramatischen Folgen für Mensch und Natur. Nun hat der Konzern BP erstmals eine Kostenrechnung der Katastrophe vorgelegt.

Die Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" kostet laut dem britischen Konzern BP insgesamt knapp 62 Milliarden Dollar. Steuerliche Effekte drücken die Belastung für BP dabei von 61,6 auf 44 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen in einer vorläufigen Schlussrechnung erklärte.

Bei der Explosion der "Deepwater Horizon" im April 2010 im Golf von Mexiko waren elf Menschen ums Leben gekommen. Über Monate hatte das Leck am Bohrloch nicht geschlossen werden können - 3,19 Millionen Barrel Öl liefen nach Berechnung eines US-Gerichts ins Meer. Das entspricht mehr als 500 Millionen Liter.

Es war eines der größten Unglücke in der Geschichte der Erdölförderung auf See. Erst nach vier gescheiterten Anläufen und 87 Tagen konnten Ingenieure eine Stahlglocke über die offene Quelle stülpen und den starken Strom aus dem Ölfeld stoppen. Mehr als 2000 Kilometer Küste wurden verschmutzt.

Im vergangenen Jahr hatte sich BP mit den US-Behörden auf eine Strafzahlung von rund 20 Milliarden Dollar geeinigt - eine der größten Strafen für ein Unternehmen in der Geschichte.

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