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Lidl stoppt ab Frühjahr Plastiktütenverkauf

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Baku, 20. September, AZERTAC 

Als erster Discounter schafft Lidl die Plastiktüten an den Kassen ab. Mit dem Schritt sollen binnen eines Jahres über 100 Millionen Tüten eingespart werden.

Der Discounter Lidl nimmt die Plastiktüte aus dem Sortiment. Als erster Lebensmitteldiscounter werde das Unternehmen ab Frühjahr 2017 den Verkauf der umweltschädlichen Kunststofftüten stoppen, kündigte Wolf Tiedemann von der Lidl-Geschäftsleitung an.

Dadurch würden voraussichtlich jährlich über 100 Millionen Kunststofftaschen eingespart. Dies entspreche rund 3500 Tonnen Plastik.

Auch in den Lidl-Filialen in Österreich und der Schweiz werde es künftig keine Plastiktüten mehr geben, sagte Tiedemann. Der Discounter wolle mit diesem Schritt die Bemühungen der Bundesregierung unterstützen, den jährlichen Verbrauch von Kunststofftragetaschen bis Ende 2025 von zuletzt rund 70 auf höchstens 40 Tüten pro Einwohner zu senken.

Vor Lidl hatten bereits die Supermarktkette Rewe und der Textildiscounter KiK den Verzicht auf Plastiktüten beschlossen. Die meisten anderen deutschen Einzelhändler sind aufgrund einer Selbstverpflichtung des Handelsverbands Deutschland dazu übergegangen, für die umweltschädlichen Tragetaschen Geld zu verlangen, um den Verbrauch zu reduzieren.

Bei einer im Frühjahr veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov plädierten 53 Prozent der Befragten dafür, die Ausgabe von Plastiktüten in Geschäften komplett zu verbieten.

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