GESELLSCHAFT


Manche Lebensmittel können zum Tod führen

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Baku, 11. Juli, AZERTAC

Manche Lebensmittel machen dick, andere verursachen Bauchschmerzen. Doch damit nicht genug: Der Verzehr von einigen Pflanzen, Beeren und Tierarten kann im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.

Zu viel Alkohol schadet der Gesundheit. Süßigkeiten machen dick. Regelmäßig Fast-Food ist auch alles andere als gesund. Doch es gibt auch Lebensmittel die weitaus größere Gefahren als Übergewicht oder Magenschmerzen verursachen. Wenn man sie in größeren Mengen verspeist, bringen sie sogar den Tod. Welche Nahrungsmittel auf Ihrem Speiseplan wirklich nichts zu suchen haben, das erfahren Sie hier:

Grüne Bohnen sind lecker und gesund. Allerdings nur, wenn sie gekocht sind. Grüne Bohnen enthalten das Gift Phasin. Wer sie roh ist, muss mit schweren Magenblutungen rechnen. Für Kinder können schon fünf Bohnen tödlich sein.

Zugegeben, jedes Kind weiß, dass manche Pilze giftig sind. Manche von ihnen sind so hochgiftig, dass sie todbringend sein können. So lösen Knollenblätterpilz, spitzgebuckelter Rauhkopf und der spitzhütige Knollenblätterpilz nicht nur Halluzinationen aus, ihr Verzehr könnte unerfahrene Pilzsammler sogar das Leben kosten.

Die Jamaikaner lieben ihre Akee-Frucht. Doch Ausländer sollten sich nicht an diese Nationalspeise wagen, ohne sich vorher gründlich zu informieren: Nur der fleischige Samenmantel der Akee-Frucht ist wirklich essbar. Der Rest ist hochgradig giftig. Die in der Frucht enthaltene Aminosäure Hypoglycin führt nach dem Verzehr zu Erbrechen, Durchfall und Unterzuckerung. Im schlimmsten Fall führt sie zu Koma oder Tod. Wichtig deshalb: Erst wenn die Frucht reif ist, sich die Schale rot färbt und von selbst, öffnet ist sie genießbar. Die Jamaikaner essen ihre Akee-Frucht übrigens am liebsten mit Kabeljau

Die Maniok- oder Tapioka-Knolle stammt aus Südamerika, wird aber mittlerweile weltweit als Bestandteil von Desserts verwendet. Nur im rohen Zustand sollte man die Pflanze keinesfalls genießen, sie enthält nämlich Blausäure (Zyanid) und ist deshalb hoch giftig. Abgekocht kann man Maniok jedoch ohne Bedenken verputzen.

Als Gewürz landet Muskatnuss oft auf Einkaufszetteln. Allerdings kommt es hier immer auf die Dosierung an. Schon vier Gramm der Muskatnuss können Halluzinationen, Übelkeit oder gar Bewusstlosigkeit auslösen. Schon eine halbe Muskatnuss kann tödlich sein.

Zugegeben, die wenigsten von uns zählen die Nomura-Qualle zu ihren Lieblingsspeisen. Ganz anders in China. Dort wird das Quallentier in Sesamöl eingelegt und gilt als echter Genuss. Doch wenn die giftigen Teile nicht fachkundig entfernt werden, kann der Gaumenschmaus einem das Leben kosten.

Gekocht findet man sie in Backwaren oder Marzipan. Roh hingegen wird Bittermandel zur todbringenden Zutat. Im Magen verwandeln sich ihre Bestandteile in Blausäure. Für Kinder können fünf bis zehn Bittermandeln tödlich sein. Für Erwachsene wären etwa 50 Bittermandeln gefährlich. Doch zu derart schweren Vergiftungen kommt es eigentlich eher selten. Bittermandeln schmecken roh so unangenehm, dass kaum jemand so viele davon ist.

Er sieht so putzig aus, trotzdem ist mit dem Fugu, besser bekannt als Kugelfisch, nicht zu spaßen. Er enthält Tetrodotoxin, einen der stärksten Giftstoffe überhaupt. Wird er falsch filetiert, kann dies tödliche Folgen für den Fischliebhaber haben. Trotzdem ist er vor allem in Japan sehr beliebt. Dort kennt man sich mit der Zubereitung bestens aus.

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