SPORT


Manuel Neuer ist einer von drei Kandidaten für die Wahl zum Weltfußballer des Jahres

A+ A

Baku, 1. Dezember, AZERTAG

Weltmeister Manuel Neuer ist einer von drei Kandidaten für die Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2014. Der Torhüter des FC Bayern München wurde am Montag in Zürich zusammen mit dem aktuellen Titelträger Cristiano Ronaldo und dem viermaligen Weltfußballer Lionel Messi für die Endauswahl nominiert.

Der Weltverband Fifa vergibt die Auszeichnung nach der Wahl durch Sportjournalisten, Nationaltrainer und Kapitäne im Rahmen einer Gala am 12. Januar in Zürich. Als bisher einziger Deutscher war Lothar Matthäus 1991 als Weltfußballer des Jahres geehrt worden.

„Top 3 bei der Wahl zum Weltfußballer! DANKE meinen Teams DFB-Team und FC Bayern, die mich so stark unterstützt haben“, twitterte Neuer nach der Bekanntgabe. Auch Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge reagierte prompt über den Twitterkanal des Rekordmeisters: „Ich freue mich sehr für Manuel Neuer. Er hat bei der WM, aber auch in der Champions League und Bundesliga überragende Leistungen geboten.“

Bundestrainer Joachim Löw darf zudem auf die Wahl zum Trainer des Jahres hoffen. Der Weltmeister-Coach steht mit Champions-League-Sieger Carlo Ancelotti (Real Madrid) und Diego Simeone (Atlético Madrid) noch auf der Liste.

Bei den Frauen sind deutsche Nationalspielerin Nadine Keßler (VfL Wolfsburg), Brasiliens Idol Marta sowie US-Auswahlspielerin Abby Wambach im Rennen. Als Trainer/in einer Frauenmannschaft gehören Keßlers Vereinscoach Ralf Kellermann, U20-Weltmeister-Trainerin Maren Meinert und Norio Sasaki (japanische Nationalmannschaft) zu den Nominierten.

In der "Mannschaft des Jahres" könnten gleich mehrere deutsche Nationalspieler geehrt werden. Acht Weltmeister sowie Marco Reus, der die WM verletzungsbedingt verpasst hatte, stehen auf den nach Mannschaftsteilen geordneten Vorab-Listen, aus denen Spieler aus aller Welt im Internet wählen können. In der vergangenen Ausgabe standen bereits Neuer und Lahm im weltbesten Team.

Die Aussagekraft der in dieser Form seit 2010 vergebenen Auszeichnung ist allerdings umstritten. Gewählt wird nach dem Zusammenschluss des prestigeträchtigen Ballon d'Or mit der Fifa-Wahl in allen Ecken der Erde, der Weltverband umfasst 209 Mitgliedsverbände. Profis wie Ronaldo und Messi haben als absolute Weltstars und vor allem als echte „Marken“ einen enormen Vorteil.

Stimmen für Neuer waren in den vergangenen Wochen vor allem aus Europa gekommen. Selbst Michel Platini, Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa), hatte sich für einen deutschen Weltfußballer ausgesprochen und sich damit den Zorn von Real Madrid zugezogen. „Wir sind überrascht über die Äußerung privater Vorlieben, besonders, wenn sie vom Oberhaupt des europäischen Fußballs kommt, der in dieser Frage strikte Neutralität wahren sollte“, teilte der Klub am auf seiner Homepage mit. Neuer blieb trotzdem im Rennen.

© Jede Verwendung von Materialien muss durch den Hyperlink kenntlich gemacht werden

KONTAKT MIT DEM AUTOR

Füllen Sie die erforderlichen Stellen mit Zeichen* aus

Bitte geben Sie die Buchstaben wie oben gezeigt ein.
Egal, ob die Buchstaben groß oder klein sind