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Mehr als 100 Vermisste nach Fährunglück

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Baku, den 4. August (AZERTAG). Die Fähre ist vermutlich voll besetzt, als sie auf einem Fluss in Bangladesch kentert. Anwohner können etwa 40 Menschen retten, ein Großteil der mindestens 150 Passagiere wird noch vermisst.

Mehr als 100 Menschen werden nach einem Fährunglück in Bangladesch vermisst. Die Passagierfähre Pinak-6 kenterte am Montag wegen starker Winde auf dem Fluss Padma, wie ein Polizeisprecher sagte. Sie soll zwischen 150 und 200 Passagiere an Bord gehabt haben. Das Unglück ereignete sich etwa 30 Kilometer südwestlich der Haupstadt Dhaka. Anwohner hätten etwa 40 Menschen retten können, sagte der Polizeisprecher.

Laut einem Bericht der Zeitung Daily Oberserver waren wegen des schlechten Wetters von Sonntagabend bis Montagmorgen keine Fähren auf der Route von Munshiganj nach Madaripur im Zentrum von Bangladesch verkehrt. Das Boot, das gegen elf Uhr vormittags kenterte, könnte also besonders voll besetzt gewesen sein. Feuerwehrleute und Polizisten seien vor Ort, um die Suche aufzunehmen. Insgesamt seien etwa 150 Menschen an Bord der Fähre gewesen. Die Zeitung berichtete online, dass zunächst zwölf Leichen geborgen wurden. Taucher und Soldaten seien vor Ort, um bei der Suche zu helfen.

Fährunglücke sind in Bangladesch keine Seltenheit. Erst im Mai waren in der Nähe des jetzigen Unfallorts Dutzende Menschen ertrunken, als ihr Schiff umkippte und sank. Bangladesch ist von zahllosen Flüssen durchzogen; der größte Teil des Landes liegt in den Deltas der riesigen Ströme Ganges, Brahmaputra (Jamuna), Padma und Meghna. Für viele Menschen des armen Landes sind Fähren das wichtigste Fortbewegungsmittel. 

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