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Messer-Angriff am Reutlinger Busbahnhof

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Berlin, 25. Juli, AZERTAC

Ein 21-Jähriger tötet eine Frau auf offener Straße mit einem Hackmesser: Eine Beziehungstat, wie die Behörden nun mitteilen.

Der mutmaßliche Gewalttäter und das Opfer der Bluttat von Reutlingen waren ein Paar. Der 21 Jahre alte Tatverdächtige habe eigenen Angaben zufolge eine Beziehung mit der 45 Jahre alten Frau gehabt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Beide waren in einer Gaststätte angestellt und kannten sich von der Arbeit. Bei der Vernehmung des 21-Jährigen hätten sich "Hinweise auf psychische Auffälligkeiten" ergeben. Ob darin das Motiv für die Bluttat vom Sonntag zu suchen ist, sei unklar. Nach einem Streit hatte der 21-Jährige seiner Freundin mit einem 60 Zentimeter langen Hackmesser auf den Kopf geschlagen und sie tödlich verletzt.

Den Angaben zufolge schlug der Mann mit dem Messer wild um sich und zertrümmerte auch eine Scheibe. Zur Person des Tatverdächtigen teilte die Polizei am Abend mit, dass es sich "um einen 21-jährigen Asylbewerber aus Syrien" handele. Er sei polizeibekannt und wegen anderer Gewalttaten aufgefallen. Auf seiner Flucht verletzte er weitere Menschen. Er wurde von einem Auto angefahren, festgenommen und ist in Haft.

Die Bluttat im Zentrum der 112 500 Einwohner zählenden Stadt, die rund 40 Kilometer von Stuttgart entfernt ist, löste bei Augenzeugen zunächst Panik aus. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht mehr, teilte das Rathaus zwei Stunden nach der Tat mit. Die Stadtverwaltung habe einen Führungsstab eingerichtet und unterstütze die Polizei bei ihrer Arbeit. Zahlreiche Einwohner hatten sich zuvor aus Sorge über Notruf bei der Polizei gemeldet. Sie standen unter dem Eindruck des Amoklaufs von München und waren von der Tat in ihrer Stadt stark verunsichert.

Vugar Seyidov, AZERTAC

Barlin

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