WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Meteorit schlägt Bilderbuchkrater

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Baku, den 7. Februar (AZERTAG). Der Mars ist einem kosmischen Dauerbombardement ausgesetzt. Hunderte Meteoriten krachen jedes Jahr auf den Roten Planeten. Doch nur wenige hinterlassen so spektakuläre Krater wie den, der jetzt von einem Nasa-Satelliten fotografiert wurde.

Der Meteorit war eher klein, doch sein Ende muss ein beeindruckender Anblick gewesen sein: Als das Geschoss auf dem Mars einschlug, riss es einen Krater mit einem Durchmesser von rund 30 Metern. Staub und Gestein flogen bis zu 15 Kilometer weit.

Jetzt hat der „Mars Reconnaissance Orbiter“ (MRO) der US-Weltraumbehörde Nasa das Loch fotografiert. Entstanden ist eines der vielleicht schönsten Marskrater-Bilder überhaupt. Das Einschlagsloch ist kreisrund, heller und dunkler Staub ließen ein Muster aus Strahlen entstehen. Auf dem Bild leuchten der Krater und Teile des Musters blau, da der rötliche Staub nachträglich herausgerechnet wurde.

Die Astronomen wurden auf die Stelle aufmerksam, als sie Aufnahmen der „Context Camera“ an Bord des Satelliten verglichen, die im Juli 2010 und Mai 2012 entstanden waren. Daraufhin setzten sie die hochauflösende HiRISE-Kamera von MRO im November 2013 auf den Einschlagsort an.

Nach Angaben der Nasa gehen jedes Jahr mehr als 200 Meteoriten auf dem Roten Planeten nieder, die Krater mit einem Durchmesser von mehr 3,90 Meter schlagen. Für Astronomen sind sie äußerst wertvoll. Die Einschläge können geologische Details verraten, die Rückschlüsse auf die klimatische Vergangenheit des Mars ermöglichen. Zudem ermöglicht die Zahl der Krater die Bestimmung des geologischen Alters eines bestimmten Gebiets. Da Himmelskörper wie Mond oder Mars gar keine oder nur eine dünne Atmosphäre haben, landen fast alle Meteoriten auf der Oberfläche, anstatt vorher zu verglühen. Je mehr Krater eine Fläche besitzt, so die Meinung der meisten Experten, desto älter ist sie.

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