WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Neuer Rover soll Sauerstoff zum Atmen für Raumfahrer auf dem Mars produzieren

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Baku, den 2. August (AZERTAG). Lässt sich die Atemluft für künftige Mars-Astronauten auf dem Roten Planeten selbst herstellen? Ein neuer Nasa-Rover soll das in einigen Jahren testen - mit seiner eigenen Produktionsanlage.

Es ist ein ambitioniertes Unterfangen: Der nächste Mars-Rover der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll im Jahr 2020 Geräte zur Produktion von Atemluft für künftige Astronauten an Bord haben. Mit den Instrumenten soll die Herstellung von Sauerstoff aus Kohlendioxid getestet werden, wie die Nasa in Washington mitteilte. Bei späteren bemannten Missionen könnte auf diese Weise aus der Mars-Atmosphäre der Sauerstoff zum Atmen für Raumfahrer erzeugt werden.

Der neue Rover werde Fragen über die Umweltbedingungen für Astronauten auf dem Mars beantworten und zugleich „Technologien testen, die sie vor der Landung auf dem Mars, seiner Erforschung und der Rückkehr vom Roten Planeten brauchen werden“, sagte der Nasa-Manager William Gerstenmaier. Der Roboter solle zudem auf dem Mars Bodenproben sammeln und lagern. Diese Proben könnten im Zuge einer späteren Mission zur Erde gebracht und hier untersucht werden.

Insgesamt soll der neue Rover sieben Experimente auf dem Mars durchführen. Sie wurden aus 58 Bewerbungen ausgesucht, die der Nasa im Januar dieses Jahres vorlagen. Noch nie gab es so viele Wissenschaftler, die sich um einen Platz für ihre Forschung auf einem Mars-Rover bewarben - üblicherweise gehen nur halb so viele Bewerbungen ein.

Verantwortlich für das Sauerstoff-Experiment ist Michael Hecht vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge. Neben weiteren US-Forschern sind auch Teams aus Norwegen, Spanien und Frankreich vertreten.

Die Nasa hat bereits mehrere Forschungsroboter zum Nachbarplaneten der Erde geschickt, zuletzt 2012 den sechsrädrigen Rover „Curiosity“. Die Technik des rund 900 Kilogramm schweren und etwa kleinwagengroßen Rovers soll nun auch die Basis seines Nachfolgers bilden. Für „Curiosity“ ist gerade das erste Marsjahr von 687 Erdentagen um. Sein Hauptziel - die Erforschung aktueller und vergangener Voraussetzungen für Leben auf dem Mars - hat er dabei erfolgreich vorangetrieben.

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