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Nordkorea hat weiteren US-Touristen festgenommen

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Baku, den 6. Juni (AZERTAG). Erneut hat Nordkorea offiziellen Angaben zufolge einen US-Touristen festgenommen. Angeblich hatte Jeffrey Edward Fowle gegen Einreisebestimmungen verstoßen. Nun befinden sich drei Amerikaner in der Gewalt des Regimes.

„Der US-Bürger Jeffrey Edward Fowle ist am 29. April als Tourist in die Volksrepublik eingereist und handelte gegen das Gesetz des Landes“, berichtete die staatlich kontrollierte Nachrichtenagentur KCNA. Er habe sich nicht wie ein Tourist verhalten. Gegen den Festgenommenen werde ermittelt. Fowle halte sich bereits seit Ende April im Land auf und werde nun verhört. Damit steigt die Zahl der in dem stalinistisch geprägten Staat inhaftierten US-Bürger auf drei.

Das Außenministerium der Vereinigten Staaten teilte mit, es habe entsprechende Berichte zur Kenntnis genommen. Die Sicherheit der US-Bürger im Ausland habe höchste Priorität. Man könne jedoch ohne eine Einwillung des jeweils Betroffenen keine Einzelheiten zu spezifischen Fällen nennen.

Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete unter Berufung auf „diplomatische Quellen“, ein dritter Amerikaner werde in Nordkorea festgehalten, der mit einer Touristengruppe eingereist sei. Kurz vor seinem Rückflug Mitte Mai sei er festgenommen worden. Anscheinend habe er eine Bibel in seinem Hotel zurückgelassen, hieß es.

Die beiden anderen Amerikaner, die in Nordkorea festgehalten werden, waren beide mit Touristenvisa eingereist. Mit der jüngsten Festnahme hat sich die Zahl der in Nordkorea festgehaltenen US-Bürger somit auf drei erhöht.

Im April dieses Jahres war der 24-jährige US-Tourist Matthew Todd Miller festgenommen worden, der bei der Einreise Asyl beantragte. Bereits seit November 2012 wird laut nordkoreanischen Angaben ein militanter Christ, Kenneth Bae, festgehalten. Der 45-Jährige wurde unter dem Vorwurf der Vorbereitung eines Umsturzversuchs zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Die USA haben ihre Bürger vor Reisen nach Nordkorea gewarnt. Dort bestehe das Risiko willkürlicher Festnahmen, selbst wenn ein gültiges Visum vorliege.

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