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Pakistan: 40 Tote bei Bombenschlag

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Baku, 8. August, AZERTAC

Bei einem Bombenanschlag vor einer Klinik in der südwestpakistanischen Stadt Quetta sind mindestens 40 Menschen getötet worden. Das sagte der Gesundheitsminister der Provinz Baluchistan, Rahmatullah Baluch. Ein Polizeibeamter der Stadt, Zahir Shah, sprach von "um die 50 Verletzten". Darunter seien viele Schwerverletzte. Er befürchtete daher einen weiteren Anstieg der Zahl der Toten.

Der Innenminister der Provinz, Sarfaraz Bugti, sagte, vermutlich habe ein Selbstmordattentäter den Anschlag verübt. Nähere Informationen zu Tätern und Tathergang lagen zunächst jedoch nicht vor.

Der Anschlag hatte eine Gruppe von Anwälten und Polizisten getroffen, die sich vor der Klinik versammelt hatte. Sie waren dort zusammengekommen, nachdem am Morgen der Chef der Rechtsanwälte-Vereinigung der Provinz Baluchistan, Bilal Anwar Kasi, erschossen worden war.

Baluchistan ist eine der unsichersten Provinzen Pakistans. Trotz verstärkter Militäroffensiven ist dort eine Vielzahl militanter Grupen aktiv. Dazu zählen sunnitische Extremistengruppen, die regelmäßig Schiiten angreifen, aber auch Talibangruppen, die vor allem den Staat angreifen. Separatisten wollen entweder die Abspaltung der armen Provinz von Pakistan erreichen oder mehr politische und finanzielle Autonomie für Baluchistan.

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