WIRTSCHAFT


Preise für Rohöl sprunghaft gestiegen
Bei Opec-Beratungen stehen die Zeichen auf Einigung

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Wien, 29. November, AZERTAC 

Die Preise für Rohöl sind sprunghaft gestiegen. Ursache ist der minimale Fortschritt, der sich bei den Opec-Beratungen zu den neuen Förderquoten abzeichnet. Investoren rechnen nun mit einem geringeren Ölangebot.

Beim Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) stehen die Zeichen auf Einigung. Das Ölkartell stehe kurz vor einer Vereinbarung in der Frage der künftigen Fördermenge, sagte der iranische Ölminister Bijan Namdar Zangeneh am Mittwoch nach einem Gespräch mit anderen Energieministern der Opec. Das Treffen diente als letzte Vorbereitung zum eigentlichen Treffen der Minister in Wien. Die Aussicht auf eine Einigung sorgte für einen starken Anstieg der Ölpreise. Für gewöhnlich ziehen Ölpreise immer an, wenn ein geringeres Angebot in Aussicht ist.

Nach Einschätzung des irakischen Ölministers Jabar al-Luaibi gibt es innerhalb der Opec eine einheitliche Haltung für eine Kürzung der Fördermenge. Der Minister machte zwar keine Angaben über das Volumen einer möglichen Förderkürzung, nannte aber einen Zeitraum von sechs Monaten als Laufzeit für die Vereinbarung.

Bewegung bei Iran und Irak - Bereits im September hatte die Opec bei einem Treffen in Algier für viele Experten überraschend einen ersten wichtigen Schritt hin zu einer Förderkürzung gemacht. Das Ölkartell beschloss seinerzeit grundsätzlich eine Beschränkung des täglichen Produktionsvolumens auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel, bei zuletzt geschätzten 33,6 Millionen Barrel pro Tag im Oktober. Seit der grundsätzlichen Einigung, die vor allem vom wichtigen Förderland Saudi-Arabien vorangetrieben wurde, ringen die Ölstaaten um eine Lösung in der Frage der praktischen Umsetzung.

Offenbar habe es beim Vorbereitungstreffen in Wien am Morgen Fortschritte bei den Positionen der Opec-Länder Iran und Irak gegeben, hieß es weiter aus Kreisen der Delegierten. Beide Förderländer hatten sich zuletzt mehrfach kritisch in der Frage einer Kürzung der Fördermenge geäußert. Außerdem zeigten sich auch Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate und von Nigeria optimistisch mit Blick auf eine Einigung der Opec.

Die Ölpreise reagierten mit einem Preissprung von jeweils mehr als fünf Prozent auf die Opec-Meldungen aus Wien. Am späten Vormittag legte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI um 2,32 US-Dollar 47,55 Dollar zu und der Preis für Nordsee-Öl stieg um 2,56 Dollar auf 48,94 Dollar.

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