WELT


Proteste gegen Staatschef im südafrikanischen Parlament

Baku, 10. Februar, AZERTAC 

Der Widerstand gegen Staatschef Jacob Zuma wächst. Vor seiner Jahresrede zur Lage der Nation kam es im südafrikanischen Parlament zu handfesten Auseinandersetzungen. Auch auf der Straße wurde protestiert.

Im südafrikanischen Parlament ist es am Donnerstag vor der jährlichen Rede zur Lage der Nation von Präsident Jacob Zuma zum Eklat gekommen. Die Parlamentspräsidentin verwies die Abgeordneten der linksgerichteten Ökonomischen Freiheitskämpfer (EFF) nach anhaltenden Protesten gegen den Staatschef des Saals. Die Oppositionspolitiker wurden von Sicherheitskräften teils gewaltsam aus dem Plenum gezerrt, Fäuste flogen.

Kurz darauf verließen auch die Abgeordneten der größten Oppositionspartei Demokratische Allianz (DA) aus Protest das Plenum. Zuma sei nicht für das Präsidentenamt qualifiziert, sagten sie. Die Polizei setzte vor dem Parlamentsgebäude Tränengas ein, um die gegnerischen Demonstranten der EFF und der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress zu trennen.

Jacob Zuma hatte zuvor mehr als 400 Soldaten in sein Sicherheitsteam berufen, um seine jährliche Rede vor dem Parlament abzusichern. Kritiker bezeichneten den Schritt als "Militarisierung". Zumas Ansehen leidet unter einer Reihe von Skandalen, unter anderem wegen mutmaßlicher Vorteilsgewährung in seinem Kabinett. Der 74-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

Seine Rede vor dem Parlament in Kapstadt konnte Zuma aufgrund der Proteste erst mit rund eineinhalb Stunden Verzögerung halten.

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