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Rekordbestellung von Dubai für neue Boeing 777

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Baku, den 18. November (AZERTAG). Die Fluglinien der Golfstaaten verhelfen Boeing zu einem Traumstart für sein geplantes Modell 777X: Emirates, Ethihad und Qatar Airways gaben zu Beginn der Luftfahrtmesse in Dubai Aufträge für insgesamt 225 Maschinen des neuen Typs bekannt.

Für James McNerney Jr. ist es die „größte Markteinführung der Luftfahrtgeschichte“: Der Boeing-Chef kann sich zum Start der Luftfahrtmesse in Dubai über Rekordbestellungen für sein geplantes Langstreckenmodell 777X freuen. Grund ist die hohe Nachfrage aus den Golfstaaten.

Die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai bestellte 150 Maschinen des neuen Typs, Qatar Airways orderte 50 und Etihad aus Abu Dhabi 25 Flugzeuge. Damit ist für Boeing Chart zeigen der Start des 777-Nachfolgers gesichert.

Insgesamt hat der US-Konzern für das neue Modell nun 259 Bestellungen im Wert von mehr als 100 Milliarden Dollar nach Listenpreis in den Büchern. Auch die Lufthansa hat bereits den Kauf von 34 Langstreckenflugzeugen zugesagt.

Die Boeing 777X soll dem europäischen Airbus A350 Konkurrenz machen. Das Modell basiert auf der alten 777, die 1995 auf den Markt kam und das letzte neue Flugzeug war, das Boeing vor dem Dreamliner 787 entwickelte. Die 777X soll spritsparender als das Vorgängermodell sein und Platz für 350 bis 400 Fluggäste bieten. Der Produktionsstart ist für 2017 und die erste Auslieferung für 2020 geplant.

Gebaut werden soll das neue Modell wie der Vorgänger im Boeing-Werk Everett, nahe Seattle. Der US-Bundesstaat Washington hat dazu bereits Steuererleichterungen in Milliardenhöhe beschlossen.

Laut einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ betrachtet Konkurrent Airbus dies als Verstoß gegen Auflagen der Welthandelsorganisation (WTO). „Das Paket ist nur eine Erweiterung und Vergrößerung der Subventionen, die der Staat Washington nach den bisherigen WTO-Urteilen zu den Steuerhilfen für die Boeing 787 abbauen muss“, zitiert das Blatt eine Airbus-Sprecherin.

Für die Fluggesellschaften vom Golf ist das alles Nebensache. Sie zeigten sich zum Start der Messe in Dubai sehr ausgabefreudig - auf beiden Seiten. So bestellte Emirates bei Airbus 50 Großraumflugzeuge A380 im Wert von 23 Milliarden Dollar. Damit stockt die Airline ihre A380-Flotte auf 140 Maschinen auf, 39 davon sind bereits im Einsatz.

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