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Risiko für einen Herzinfarkt sinkt offenbar, wenn man sich mit seinen Nachbarn versteht

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Baku, den 19. August (AZERTAG). Es könnte gesund sein, sich mit den Menschen gut zu verstehen, die in der Nachbarschaft wohnen. Das Risiko für einen Herzinfarkt sinkt offenbar, wenn man sich mit seinen Nachbarn versteht.

Psychologen der University of Michigan haben vor acht Jahren mehr als 5000 Frauen und Männer unter anderem gefragt, wie wohl sie sich in ihrer Nachbarschaft fühlten. Gab es Leute, die ihnen im Notfall helfen könnten? Vertrauten sie den Menschen in der Umgebung? Die Befragten waren damals im Durchschnitt schon 70 Jahre alt und hatten keine Probleme mit ihren Herzen.

Nach vier Jahren hatten 148 der Studienteilnehmer einen Herzinfarkt erlitten. Die Psychologen sahen sich die Daten an, rechneten Risikofaktoren heraus, und erstellten eine Sieben-Punkte-Skala für die Bewertung der Nachbarschaft. Sie errechneten einen Wert: Für jeden Punkt, den sich ein Mensch auf dieser Skala wohler unter seinen Nachbarn fühlte, sank sein Herzinfarktrisiko um 16 Prozent.

Die Psychologen weisen darauf hin, dass es sich um eine Beobachtung handele – die Daten also keine Aussage über Ursache und Wirkung zuliessen.

Andere Studien hätten aber bereits gezeigt, dass die Menschen gesünder seien, die sich mit Freunden und Verwandten gut verstehen. Möglicherweise schon deshalb, weil sie dann auch mehr auf sich selbst achtgeben. Wer in einer guten Nachbarschaft lebt, verhalte sich seltener „anti-sozial“, ziehe sich also weniger zurück, schreiben die Psychologen.

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