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Rumänien vom ESC 2016 ausgeschlossen

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Bukarest, 22. April, AZERTAC 

Ovidiu Anton darf beim ESC 2016 nicht für Rumänien antreten. Für Ovidiu Anton ist eine schockierende Nachricht: Die European Broadcasting Union (EBU) hat ab sofort den rumänischen Sender TVR von allen gemeinsamen Projekten und Übertragungen ausgeschlossen. Gerüchte gab es schon in den vergangenen Tagen über diesen noch nie dagewesenen Fall - jetzt hat das öffentlich-rechtliche Sendernetznetzwerk Europas diese Nachricht bestätigt.

Grund für den Ausschluss, der nicht nur den Eurovision Song Contest, sondern auch die EBU-Übertragungsrechte für die Fußball-EM in Frankreich im Juni und die Olympischen Sommerspiele im August in Rio den Janeiro betrifft: Schulden des rumänischen Senders bei der EBU in Gesamthöhe von 16 Millionen Schweizer Franken (rund 14,5 Millionen Euro). Seit Januar 2007 habe der rumänische Rundfunk TVR Schulden angehäuft, so die EBU. In den vergangenen Tagen hatte sie dem Sender eine letzte Frist gesetzt. TVR selbst versuchte, um wenigstens die Teilnahme am ESC in Stockholm zu ermöglichen, eine Regierungsbürgschaft zu erwirken - vergebens.

ESC-Generaldirektor Jon Ola Sand teilte zu diesem Fall mit: "Das ist natürlich enttäuschend für den Künstler und auch für unsere Kollegen von TVR - und auch für das rumänische Publikum und die Fans. Für den Contest selbst wird diese Entscheidung keinerlei Folgen haben." Und Martin Österdahl vom schwedischen Sender SVT, Chefproduzent der drei ESC-Shows in Stockholm, sagte: "Eine unglückliche Entscheidung. Wir hatten uns auf die rumänische Delegation gefreut. Nun ändern wir den Probenplan für das zweite Semifinale, an dem Rumänien teilnehmen sollte."

Auf seiner Facebookseite reagierte Ovidiu Anton enttäuscht und fassungslos auf den Ausschluss seines Landes.

Igbal Hajiyev, AZERTAC

Bukarest

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