WIRTSCHAFT


Samsung prüft neue Vorwürfe wegen Kinderarbeit

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Baku, den 10. Juli (AZERTAG). Samsung kämpft mit sinkenden Gewinnen, nun dürften dem Smartphone-Hersteller neue Vorwürfe wegen Kinderarbeit ungelegener denn je kommen. Der Konzern kündigt an, einen Zulieferer in China zu überprüfen.

Die Vorwürfe betreffen einen Samsung-Zulieferer im Südosten Chinas und sie haben es in sich: In einer Fabrik von Shinyang Electronics in Dongguan würden „einige Kinder ohne Arbeitsvertrag elf Stunden pro Tag arbeiten und nur für zehn Stunden bezahlt werden“, wirft die in New York ansässige Organisation China Labor Watch (CLW) Samsung in einem neuen Bericht vor. Die Kinder würden für gewöhnlich während der Hauptsaison und bei dringendem Bedarf drei bis sechs Monate arbeiten.

Der Smartphone-Weltmarktführer kündigte daraufhin an, den Vorwürfen nachzugehen. Man werde „angemessene Maßnahmen gemäß unserer Politik ergreifen, jede Kinderarbeit bei unserer Zulieferern zu verhindern“, teilte das führende südkoreanische Elektronikunternehmen am Donnerstag mit.

Bereits 2012 war Samsung mit Fällen von Kinderarbeit bei seinen Zulieferern konfrontiert worden. Samsung hatte angekündigt, seine Lieferanten aufzufordern, die Überprüfung der Identität beim Einstellungsprozess zu verschärfen. Das Unternehmen führt eigenen Angaben zufolge zudem regelmäßig Inspektionen bei seinen Zulieferern durch. So seien bei Kontrollen bei Shinyang im vergangenen Jahr und der jüngsten im vergangenen Monat keine Fälle von Kinderarbeit aufgedeckt worden.

CLW wirft Samsung dagegen vor, die eigenen Verhaltensregeln nach wie vor nicht umzusetzen. Als Folge davon würden seine Zulieferer diese Standards nicht ernst nehmen.

Samsung ist Branchenprimus im Smartphone-Markt, leidet aber unter der Konkurrenz chinesischer Billiganbieter, die in den wachstumsstarken Schwellenländern Boden gutmachen. Zuletzt musste der Konzern erneut einen Gewinneinbruch hinnehmen.

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