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Seit einem Jahrhundert wird die Menschheit immer schlauer

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Baku, 3. Juni, AZERTAC 

Jahr für Jahr schneiden Menschen in IQ-Tests immer besser ab, seit einem Jahrhundert werden wir immer schlauer. Eine umfangreiche Studie hat nun ergründet, was uns pfiffiger macht - und was eher nicht.

Immer wieder haben Forscher beobachtet, dass der Intelligenzquotient (IQ) der Bevölkerung offenbar steigt. Ein vor 50 Jahren geborenes Kind konnte die Testaufgaben nicht so gut lösen wie Kinder heute. Umstritten sind allerdings die Gründe für diesen sogenannten Flynn-Effekt, benannt nach dem Forscher James Flynn.

Auch unterschiedliche Verläufe in unterschiedlichen Ländern gaben den Wissenschaftlern Rätsel auf. In einer neuen Übersichtsstudie haben Psychologen von der Universität Wien nun IQ-Daten aus Dutzenden Ländern verglichen. Der IQ-Wert habe sich weltweit um drei Punkte pro Jahrzehnt erhöht, berichten Jakob Pietschnig und Martin Voracek im Fachmagazin „Perspectives on Psychological Science“.

Für ihre Metastudie arbeiteten sich die Psychologen durch die Ergebnisse von Intelligenztests aus mehr als einem Jahrhundert. 219 Studien mit insgesamt vier Millionen Studienteilnehmern aus 31 Ländern flossen in ihre Arbeit ein.

Demnach haben die Teilnehmer in den Tests im Laufe der Zeit immer besser abgeschnitten. Beispiel USA: Von 1932 bis 1972 stieg der Intelligenzquotient bei Kindern um zehn Punkte - Basis war eine Untersuchung mit fast 2400 Teilnehmern. Die Wiener Forscher fassten die Daten der 219 berücksichtigten Studien zusammen, um sich ein Bild von der Entwicklung der Länder und Kontinente machen zu können.

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