WIRTSCHAFT


Siemens liefert Verdichterstränge für die Trans-Adria-Pipeline

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Baku, 21. Juli, AZERTAC

Siemens hat einen Auftrag über sechs Turboverdichterstränge erhalten, die jeweils von einer Gasturbine des Typs SGT-400 mit einer Leistung von 15 Megawatt angetrieben werden, gibt AZERTAC unter Berufung auf die Website von Siemens bekannt.

Kunde ist das Trans Adriatic Pipeline Konsortium. Mit der Trans-Adria-Pipeline (TAP) wird der sogenannte südliche Gaskorridor für Europa erschlossen. Der Bau soll 2017 beginnen und die Pipeline Ende 2019 betriebsbereit sein.

Die Pipelines im südlichen Gaskorridor werden Erdgas aus dem Erdgasfeld Shah Deniz II im Kaspischen Meer (Aserbaidschan) nach Europa bringen. TAP ist der letzte Teil zur Erschließung dieser Erdgasressourcen. Die 871 Kilometer lange Trans-Adria-Pipeline stellt in Kipoi an der türkisch-griechischen Grenze die Verbindung mit der transanatolischen Pipeline her. Sie durchquert Griechenland und Albanien, verläuft durch die Adria und erreicht schließlich Süditalien. Von der italienischen Anlande-Station aus kann das Erdgas zu den größten europäischen Märkten, wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien, transportiert werden.

"Das TAP Konsortium hat sich wegen unseres umfassenden Portfolios und der großen Projekterfahrung für Siemens entschieden. Dabei helfen wir bei der Erschließung des südlichen Gaskorridors und gewährleisten einen sicheren und effizienten Gastransport nach Europa", sagte Jesus Pacheco, Leiter Neuanlagen des Dresser-Rand Geschäfts in der Siemens Division Power and Gas. "Wir unterstützen unseren Kunden im Pipeline-Geschäft dabei, Risiken zu minimieren und einen zuverlässigen Betrieb bei niedrigen Betriebskosten sicherzustellen. Dank unseres umfangreichen technischen Know-hows und unserer Erfahrung können wir sicherstellen, dass alles so funktioniert, wie es soll."

Die sechs gasturbinengetriebenen Verdichterstränge bestehen jeweils aus einer industriellen Gasturbine des Typs SGT-400 und einem Siemens STC-SV-Radialverdichter. Siemens liefert drei Verdichterstränge für die Verdichterstation im griechischen Kipoi. Dort an der Grenze zur Türkei beginnt die TAP. Die Anlandestation in Albanien wird 17 Kilometer nordwestlich von Fier in etwa 400 Meter Entfernung zur Küste entstehen. Hier werden drei weitere Verdichterstränge installiert, die das Erdgas für seinen 105 Kilometer langen Transportweg entlang des Meeresbodens von der albanischen zur italienischen Küste auf bis zu 130 Bar verdichten.

"Wir haben uns für Siemens entschieden, weil Fachkompetenz, Know-how und die solide Sicherheitsbilanz bei der Lieferung von hochzuverlässigen Turboverdichtern mit Gasturbinen überzeugen. Diese sind Schlüsselkomponenten unserer Pipeline", erläuterte Ian Bradshaw, Geschäftsführer von TAP.

TAP- Aktionäre sind folgendermaßen: BP (20 Prozent), SOCAR (20 Prozent), Snam S.p.A (20 Prozent), Fluxys (19 Prozent) und Enagas (16 Prozent), Axpo (5 Prozent).

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