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Sowohl Mai als auch Juni waren am wärmsten seit Beginn der Messungen 1880

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Baku, den 23. Juli (AZERTAG). Die weltweite Temperatur der Luft stand im Mai und Juni so hoch wie nie seit Beginn der Messungen in dieser Jahreszeit. Im Pazifik entscheidet sich gerade, ob auch das gesamte Jahr einen Rekord aufstellt. Die Klimabehörde der USA (NOAA) meldet neue Wetterrekorde. Sowohl Mai als auch Juni waren am wärmsten seit Beginn der Messungen 1880. Jeder Monat des Jahres außer Februar gehört zu den vier wärmsten.

Die weltweite Durchschnittstemperatur der Luft in Bodennähe betrug der NOAA zufolge 16,22 Grad Celsius. Im vergangenen Jahrhundert lag der Juni-Durchschnitt bei 15,5 Grad. In diesem Jahr war bereits der Mai im globalen Durchschnitt 15,5 Grad warm - ebenfalls Höchstwert für den Monat.

Neun der zehn wärmsten Junis lagen der NOAA zufolge im 21. Jahrhundert. Der bisherige Rekord-Juni 1998 wurde um 0,03 Grad übertrumpft. Rekordtemperaturen wurden diesen Juni in großen Teilen Afrikas, in Teilen von Südamerika und in Südostasien gemessen, berichtet die NOAA. Vor der Antarktis hingegen hat sich das Meereis so stark ausgebreitet wie noch nie zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Beobachtungen.

Besonders warm hingegen waren die Ozeane. Klimaforscher machen vor allem künstlich erzeugte Treibhausgase für die globale Erwärmung im Laufe der vergangenen 150 Jahre verantwortlich.

Gespannt verfolgen Wissenschaftler den Anstieg der Temperaturen in diesem Jahr. Ihre wichtigste Frage lautet, ob 2014 als Ganzes einen neuen Rekord aufstellen - und die Pause der Klimaerwärmung unterbrechen wird. Derzeit liegt 2014 laut NOAA auf Rang drei, hinter 2010 und 1998.

Sollte das Wetterphänomen El Niño im Zuge nachlassender Passatwinde weniger kühles Pazifikwasser aus der Tiefe an die Meeresoberfläche spülen, dürfte die globale Durchschnittstemperatur der Luft weiter in die Höhe gehen.

Laut NOAA liegen auf den vordersten Plätzen der Rangliste ausschließlich Jahre mit El Niño: 2010, 2005 und 1998. Die letzten El-Niño-Jahre waren jeweils wärmer als ihre Vorgänger. Ein erneuter El Niño könnte 2014 an die Spitzenposition bringen.

Die El-Niño-Prognosen allerdings sind unsicher. Vor Wochen sahen Meteorologen noch Indizien für einen ungewöhnlich starken El Niño, derzeit erwarten sie einen durchschnittlichen. Doch auch er würde für zusätzliche Wärme in der Luft sorgen.

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