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Tchibo verkauft jetzt auch Zahnersatz aus Manila

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Baku, den 13. Juli (AZERTAG). Der Kaffeeröster Tchibo begibt sich auf unbekanntes Terrain: In wenigen Tagen können Kunden in den Filialen eine „ZahnersatzCard“ kaufen. Die Kronen werden vom Labor Novadent in Manila produziert.

Es fing mit Kochbüchern an. In den 1970er-Jahren verkaufte Tchibo neben Kaffee erstmals Gebrauchsartikel. Zu Mobilfunkverträgen, Toilettenrollenhalter, Ökostrom oder Damen-Gartenscheren zum Schnäppchenpreis gesellt sich jetzt auch Zahnersatz – aus Manila.

Kunden können ab 16. Juli online und ab 23. Juli in den Filialen einen Monat lang eine sogenannte „ZahnersatzCard“ kaufen. Tchibo-Filialen einen Monat lang eine sogenannte „ZahnersatzCard“ kaufen – für 24 Euro. Der Hamburger Handelsriese bietet die Karte in Kooperation mit dem Zahnlabor Novadent an.

Mit ihr sollen Kunden zwei Jahre lang „qualitativ hochwertigen Zahnersatz, zu attraktiven Preisen erhalten, die bis zu 50 Prozent unter dem regulären Angebot liegen“, heißt es bei Tchibo. So kostet etwa eine Metallkrone mit Keramik mit der Karte 120 Euro statt der bei Novadent üblichen 167 Euro, eine Vollkeramikkrone gibt es für 120 Euro statt 184 Euro.

Egal ob Krone, Bücke oder Implantat – bei Novadent kommen sie aus Fernost. Im Jahr 1987 verlegte das Hamburger Labor Teile seiner Produktion nach Asien, seit 1994 fertigen 180 Mitarbeiter im eigenen Labor in der philippinischen Hauptstadt Manila den Zahnersatz an. "Dort sind die Personal- und Laborkosten billiger“, erklärt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer Dietmar Oesterreich die günstigen Preise. „Durch die Produktion in Manila können wir die Kostenvorteile direkt an die Patienten weitergeben“, sagt Novadent-Sprecherin Cathrin Westermann.

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