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Tiffany muss Swatch 402 Millionen Franken zahlen

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Baku, den 23. Dezember (AZERTAG). Eine gemeinsame Uhrenmarke scheiterte früh - nun muss der Juwelier Tiffany dafür aufkommen: Das Luxusunternehmen zahlt seinem Ex-Partner Swatch wegen Vertragsbruchs 402 Millionen Franken. Die US-Firma zeigte sich „geschockt und tief enttäuscht“.

Die 2007 geschlossene Allianz zwischen Tiffany und Swatch endet mit einer satten Schadensersatzzahlung. Der Juwelier Tiffany muss dem Schweizer Uhrenhersteller 402 Millionen Franken (rund 328 Millionen Euro) zahlen. Das niederländische Schiedsgericht NAI habe in letzter Instanz entsprechend geurteilt, teilte Swatch am Sonntagabend mit.

Tiffany zeigte sich „geschockt und tief enttäuscht“ von dem Spruch und gab eine Gewinnwarnung aus. Der US-Konzern werde nun 295 bis 305 Millionen Dollar zurückstellen müssen und kappe daher seine Jahresprognose für den Gewinn je Aktie um 2,30 bis 2,35 Dollar. Bisher hatte Tiffany 3,65 bis 3,75 Dollar Gewinn je Aktie in Aussicht gestellt.

Der Streit zwischen den beiden Unternehmen geht auf einen Kooperationsvertrag aus dem Jahr 2007 zurück: Damals hatten sie gemeinsam die Uhrenmarke „Tiffany & Co“ ins Leben gerufen - von Swatch hergestellte Uhren im mittleren Preissegment, die sowohl in Swatch- und Tiffany-Geschäften als auch über Dritthändler vertrieben werden sollten. Im September 2011 war die Zusammenarbeit beendet worden. Swatch warf Tiffany Vertragsbruch vor. Ursprünglich hatte der Uhrenhersteller sogar 3,8 Milliarden Franken verlangt. Tiffany wies den Fehler dagegen dem Schweizer Konzern zu. Swatch zufolge wurde eine Gegenklage Tiffanys abgewiesen.

Der US-Konzern werde nun prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten er in der Sache noch habe, teilte Tiffany weiter mit. Die kurz- oder langfristigen Geschäftspläne seien durch das Urteil aber nicht betroffen.

 

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