WIRTSCHAFT


Trans-Adria-Pipeline macht Fortschritte

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Baku, 15. Februar, AZERTAC

Ab 2020 bekommt Europa Erdgas aus dem Kaspischen Meer über die Trans-Adria-Pipeline (TAP).

Durch das TAP-Projekt wird Albanien Teil des südeuropäischen Gaskorridors und somit auch der Energienetze in der Region.

Wie AZERTAC unter Berufung der Website des US- Staatsdepartement berichtete, sagte das der albanische Premierminister Edi Rama bei seinem Treffen mit US-Staatssekretär John Kerry in Tirana. Er gab ausführliche Informationen über die Rolle seines Landes in der europäischen Energiesicherheit, sowie über die Fortschritte auf dem Gebiet der Umsetzung des TAP Projekts.

Edi Rama sagte: "Mit Diversifizierung des TAP-Projektes könnte man die Gaslieferungen an die Süd-Ost-europäischen Länder durch einige Infrastrukturprojekte erleichtern. Eines dieser Projekte ist IAP-Pipeline (Ionian-Adriatic-Pipeline).“

In Tirana sieht die langfristige Planung vor, dass die TAP-Pipeline in Albanien auf die geplante IAP-Pipeline (Ionian-Adriatic-Pipeline) trifft, die Gas in lokale Versorgungsnetze der Westbalkanländer einspeisen soll. Dadurch würde Albanien zum Knotenpunkt für die Weiterverteilung von Erdgas in Richtung Westbalkan - etwa nach Montenegro, Bosnien und Kroatien. Ähnliche Überlegungen werden auch in Nordgriechenland angestellt: Von dort aus soll eine 180 Kilometer lange griechisch-bulgarische Pipeline Erdgas aus Aserbaidschan in Richtung Bulgarien, Rumänien und Ungarn weiterleiten. Auch in kaufmännischer Hinsicht hat die TAP Sinn.

Hier sei erwähnt, dass TAP eine im Bau befindliche, rund 870 Kilometer lange Erdgaspipeline, die durch Griechenland, Albanien und das Adriatische Meer nach Süditalien verlegt werden soll, ist. Sie soll mit der Transanatolischen Pipeline (TANAP) verbunden werden, deren Bau ebenfalls ab 2015 begonnen wurde, und die einmal Erdgas aus dem kaspischen Raum durch die Türkei auf die größten europäischen Märkte wie die Schweiz und Österreich nach Westen Italien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien transportieren soll.

Die Transportkapazität der TAP-Pipeline ist auf 10 bis 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr veranschlagt.

TAP- Aktionäre sind: BP (20 Prozent), SOCAR (20 Prozent), Snam S.p.A (20 Prozent), Fluxys (19 Prozent) und Enagas (16 Prozent), Axpo (5 Prozent).

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