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USA und Japan erhöhen den Druck auf Nordkorea

Baku, 3. Juli, AZERTAC 

Sie wollen gemeinsam gegen die "wachsende Bedrohung" vorgehen: Die USA und Japan sind sich darin einig, den Druck auf Nordkorea weiter zu erhöhen. Nach Angaben des Weißen Hauses telefonierten US-Präsident Donald Trump und Japans Staatschef Shinzo Abe am Sonntag miteinander. Dabei ging es demnach um Strategien, um Pjöngjang von seinem "gefährlichen Pfad" bei dem Atom- und Raketenprogramm abzubringen.

In den vergangenen Monaten provozierte Nordkorea mehrfach die internationale Gemeinschaft mit mehreren Raketentests: Allein seit Anfang 2016 hat das Regime in Pjöngjang zwei Atomwaffentests sowie Dutzende Raketentests durchführen lassen. Es arbeitet an der Entwicklung atomarer Langstreckenraketen mit einer Reichweite bis zum US-Festland. Das "US-japanische Bündnis" sei bereit, sich gegen "jegliche Bedrohung oder Handlung Nordkoreas zu verteidigen", hieß es in der Erklärung des Weißen Hauses.

US-Verteidigungsminister James Mattis bezeichnete das Land angesichts seiner nuklearen Ambitionen und wiederholten Raketentests Anfang Juni als "eindeutige und aktuelle Gefahr".

Die Spannungen mit Washington wurden zudem durch den Tod des US-Studenten Otto Warmbier verschärft. Der 22-jährige Student war in nordkoreanischer Haft ins Koma gefallen und kurz nach seiner Rückkehr in die USA gestorben. Nordkorea bestreitet Vorwürfe, Warmbier misshandelt und gefoltert zu haben.

Trump sprach laut dem Weißen Haus in einem weiteren Telefonat mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ebenfalls die "wachsende Bedrohung" durch Nordkoreas Raketenprogramm an. Beide Seiten hätten dabei ihr Engagement für eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel bekräftigt.

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