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Über 37.000 Familien mussten ihre Heimatorte verlassen

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Baku, 17. Mai, AZERTAC

Die Taliban haben in Afghanistan ihre Kämpfe ausgeweitet. Die Uno veröffentlicht alarmierende Zahlen. Über 37.000 Familien mussten allein bis Ende April in diesem Jahr ihre Heimatorte verlassen.

Ende 2014 endete das Kampfmandat der Nato in Afghanistan, seitdem ist die Gewalt im Land rasant angestiegen. Die Taliban starteten vor einem Monat ihre neue Frühjahrsoffensive, seitdem haben sich die Kämpfe im Land ausgeweitet.

Für die Menschen hat das dramatische Folgen, sie können nicht mehr in ihren Heimatstädten bleiben - allein in den ersten vier Monaten flohen 37.294 Familien den Vereinten Nationen zufolge. Sie sind nun Binnenflüchtlinge im eigenen Land. Bei einer durchschnittlichen Familiengröße von sieben Personen in Afghanistan wären das fast 260.000 Menschen.

Das geht aus einem am Montag veröffentlichten "Bulletin zu Bevölkerungsbewegungen" der Uno in Afghanistan hervor.

Der Bericht beinhaltet auch bereinigte Zahlen aus 2015. Im vergangenen Jahr seien 384.480 Menschen vor der Gewalt in ihren Dörfern in andere Landesteile geflohen. Das sei ein Anstieg von 96 Prozent gegenüber 2014 gewesen. 61 Prozent seien Kinder gewesen.

Insgesamt übertrifft die Zahl der Binnenflüchtlinge nun 1,2 Millionen Menschen. Die Uno warnte, dass es derzeit nur minimale internationale Unterstützung für sie gebe.

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