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Vergewaltigungsurteil zum dritten Mal verschoben worden

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Baku, den 5.August (AZERTAG). Der Fall der indischen Studentin, die nach einer Vergewaltigung an ihren Verletzungen starb, hat die Welt erschüttert. Doch auf ein Urteil müssen Angehörige und Öffentlichkeit nun noch länger warten.

Das Urteil gegen den jugendlichen Angeklagten im Fall der vergewaltigten indischen Studentin ist zum dritten Mal verschoben worden. Es war für den heutigen Montag erwartet worden, nun wird es Urteil möglicherweise am 19. August fallen. Dann sei der nächste Termin angesetzt, sagte Verteidiger Rajesh Tiwari in Neu Delhi.

Ursprünglich sollte die Entscheidung schon Mitte Juli gefällt werden, doch das Jugendgericht hatte den Termin mehrfach verschoben. Der Grund sind Anträge vor dem höchsten Gericht Indiens, die die Altersgrenze jugendlicher Straftäter infrage stellen.

Einer der mutmaßlichen Täter war zum Tatzeitpunkt im Dezember 17 Jahre alt und kann deswegen nach bisheriger Rechtsauslegung nicht als Erwachsener bestraft werden. Ihm drohen maximal drei Jahre in einer Jugendeinrichtung.

Die anderen Verdächtigen waren älter, sie könnten zum Tod verurteilt werden. Das Urteil in ihrem Prozess könnte Ende August fallen. Der Vergewaltigungsfall im Dezember in einem Bus hatte weltweit Aufsehen erregt. Die 23 Jahre alte Studentin war knapp zwei Wochen nach der grausamen Tat an ihren schweren inneren Verletzungen gestorben.

In Indien kommt es immer wieder zu grausamer Gewalt gegen Frauen und zu Vergewaltigungen. Erst am Sonntag ist ein elfjähriges Mädchen gestorben, nachdem ihre Peiniger sie nach einer versuchten Vergewaltigung mit Kerosin überschüttet und angezündet hatten.

Das berichtete die Nachrichtenagentur IANS. Das Mädchen sei bereits am Mittwoch mit schweren Verbrennungen in eine Klinik gebracht worden und später ihren Verletzungen erlegen.

Die Polizei habe am Samstag einen 18-jährigen Verdächtigen festgenommen, berichtete die „Times of India“. Er und ein Komplize, der noch auf der Flucht sei, seien von dem Opfer benannt worden, bevor es starb.

Ersten Ermittlungen zufolge habe der Festgenommene versucht, sich an der Elfjährigen zu vergehen. Als diese sich wehrte und drohte, ihn zu verraten, habe er sie mit Kerosin überschüttet und angezündet.

Der Verdächtige wies dies nach Angaben der Zeitung zurück. Sein Komplize habe demnach das Mädchen mit Kerosin übergossen und angezündet. Der Vorfall habe sich unweit des Wohnhauses des Mädchens in Howrah bei Kolkata ereignet. Trotz verschärfter Gesetze lasse die Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Indien nicht nach, sagten Aktivisten.

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