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WHO: Zahl der Malaria-Kranken weltweit sinkt

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Baku, 26. April, AZERTAC

Die Zahl der Malaria-Kranken weltweit sinkt. Die Weltgesundheitsorganisation hofft, dass die Infektionskrankheit schon in wenigen Jahren in einigen afrikanischen Ländern ausgerottet sein wird.

In sechs afrikanischen Ländern könnte Malaria bis zum Jahr 2020 ausgerottet sein. Vor allem in Südafrika seien durch gezielte Anstrengungen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit bereits Erfolge erzielt worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO am Montag mit. Die von Mücken übertragene Infektionskrankheit könnte den Angaben zufolge auch in Algerien, Botswana, Kap Verde, den Komoren und Swasiland ausgerottet werden.

Weltweit könnten nach Einschätzung der WHO insgesamt 21 Länder das Ziel erreichen, bis 2020 malariafrei zu sein. Neben China, Südkorea, Sri Lanka, Nepal und Malaysia sind acht lateinamerikanische Länder wie Mexiko und Argentinien sowie Saudi-Arabien und Iran darunter. Europa gilt nach Angaben der WHO bereits seit dem vergangenen Jahr offiziell als malariafrei.

Die globale Sterberate bei Malaria ist seit dem Jahr 2000 um 60 Prozent zurückgegangen, wie die WHO berichtet. In Afrika sank die Rate sogar um 66 Prozent.

Über 200 Millionen neue Infektionen 2015 - Der Erfolg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Infektionskrankheit noch immer eine gewaltige Bedrohung darstellt: Rund 3,2 Milliarden Menschen, also fast die Hälfte der Weltbevölkerung, seien derzeit dem Risiko einer Malaria-Infektion ausgesetzt, erklärte Pedro Alonso, Direktor des Malaria-Programms der UN-Sonderorganisation.

Allein im vergangenen Jahr wurden in 95 Ländern 214 Millionen neue Infektionen registriert. Im Jahr 2015 starben weltweit 438.000 Menschen an Malaria. Neun von zehn Malaria-Toten wurden in afrikanischen Ländern südlich der Sahara registriert.

Die Bemühungen, die Krankheit unter Kontrolle zu bringen, werden durch eine sich ausbreitende Resistenz gegen Malaria-Mittel und Insektenvernichtungsmittel bedroht. Daher seien neben weiteren großen Anstrengungen zur Eindämmung der Infektionskrankheit vor allem Basis-Maßnahmen wie Moskitonetze weiterhin wichtig.

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