WIRTSCHAFT


Weltbank verspricht Ukraine drei Milliarden Dollar

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Baku, den 11. März (AZERTAG). 3,7 Milliarden Dollar erhält die Ukraine bereits von der Weltbank, nun sollen noch einmal 3 Milliarden hinzukommen. Doch der Finanzbedarf des Landes allein in diesem Jahr ist deutlich höher.

Die Weltbank will der finanziell angeschlagenen Ukraine in diesem Jahr mit zusätzlichen Hilfen von bis zu drei Milliarden Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro) unter die Arme greifen.

„Wir verpflichten uns, die Bevölkerung der Ukraine in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen, und hoffen sehr, dass sich die Lage in dem Land bald stabilisiert“, sagte Weltbank-Chef Jim Yong Kim. Die Regierung in Kiew solle bei den „dringend notwendigen Reformen“ unterstützt werden, um die ukrainische Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu führen.

Das Geld muss noch vom Weltbank-Direktorium freigegeben werden. Die auf Entwicklungshilfe spezialisierte UN-Sonderorganisation erklärte, dass die Wirtschaft der Ukraine vor „einer Reihe ernster Herausforderungen“ stehe.

Als Prioritäten wurden unter anderem die Stärkung des Bankwesens, die Reform des Energiesektors, die Verbesserung des Investitionsklimas und die Bekämpfung von Korruption und Misswirtschaft genannt. In einem über mehrere Jahre laufenden Hilfsprogramm finanziert die Weltbank in der Ukraine bereits Infrastrukturprojekte im Umfang von rund 3,7 Milliarden Dollar.

Auch beim Internationalen Währungsfonds (IWF) bemüht sich Kiew derzeit um Finanzhilfen. Seit vergangener Woche prüft eine Expertenmission des Währungsfonds die Kassenlage in dem osteuropäischen Land. Das Team soll bis Freitag in der Ukraine bleiben.

IWF verlangt Klarheit über Finanzlage - IWF-Chefin Christine Lagarde hatte verlangt, zunächst Klarheit über die Staatsfinanzen der früheren Sowjetrepublik herzustellen, ehe konkret über mögliche Hilfskredite gesprochen werden könne.

Die Ukraine blickt nach der Entmachtung des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch in eine ungewisse Zukunft. Die mehrheitlich russischsprachige Halbinsel Krim steht nach einem Militäreinsatz faktisch unter der Kontrolle Moskaus.

Zuletzt hing die Ukraine finanziell am Tropf der russischen Regierung, die ihre Hilfen wegen der politischen Umwälzungen allerdings einfror. Die ukrainische Übergangsregierung bezifferte den Bedarf an Finanzhilfen allein für dieses Jahr auf „mindestens 15 Milliarden Dollar“.

 

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