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Wichtig ist, dass Sie die Zahnpasta finden, die für Ihre Zähne am besten geeignet ist

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Baku, 26. September (AZERTAG). Egal, wie schön Zahnpastafirmen für „strahlendes, brillantes oder kristallenes Weiß“ werben - den Naturfarbton der Zähne aufhellen kann keine Zahnpasta. Das hat nun erneut ein Test der Firma Stiftung Warentest belegt.

Es klingt so verlockend: Einfach die richtige Zahnpasta kaufen und schon werden die Zähne nach dem Putzen weißer und weißer, bis irgendwann das bekannte Zahnpastalächeln erstrahlt.

Doch wie die meisten Werbeversprechen sind auch solche Weißmacher-Versprechen leider größtenteils leer. Stiftung Warentest hat 20 Zahnpasta-Sorten getestet, die den Kunden Hoffnung auf schneeweiße Zähne machen. Das ernüchternde Ergebnis: Wer von Natur aus keine weißen Zähne hat, bekommt diese auch nicht durch eine Zahnpasta. Obwohl die Verpackungenhellere Zähne versprechen, enthielt keine der getesteten Zahnpasten überhaupt ein Bleichmittel. Drei der Zahnpasta-Sorten, die explizit „weißere“ Zähne versprechen, tun dies also fälschlicherweise und bekamen von der Stiftung Warentest dafür Punktabzüge in der Deklarationsnote. Andere Pasten versprachen zwar auch ein „Whitening“, wiesen aber auf der Tube darauf hin, dass es sich um das Hervorbringen des natürlichen Zahnweiß handle.

Trotzdem haben die Weißmacher-Sorten insgesamt relativ gut abgeschnitten. Fast alle waren effektiv in der Vorbeugung von Karies. Im Entfernen von Zahnverfärbungen überboten sie im Schnitt die Universal-Zahnpasten. Testsieger mit Bestnoten waren durchweg Discounter-Marken: „Eurodont Fresh und White“ von Aldi (Nord), „K-Classic Dental Zahnweiß“ von Kaufland und „Dentabella“ von Norma. Allerdings sind diese Sorten nichts für empfindliche Zähne.

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Die meisten Verfärbungen auf unseren Zähnen stammen von Tee, Wein und Nikotin. Im Pellikel, einem dünnen Häutchen auf den Zähnen, sammeln sich Farbstoffe und Bakterien an, die dann als Verfärbungen sichtbar sind.

Eine gute Zahnpasta soll diese Verfärbungen schonend zu entfernen. Dabei darf der Abrieb nicht zu hoch sein, da die Creme sonst den Zahnschmelz angegreift. Abrieb einer Zahnpasta bestimmen die Größe, Anzahl und Härte kleiner Putzkörper, die in der Paste enthalten sind. Die Putzkörper entfernen sanft die Verfärbungen im Pellikel und lassen dadurch die Zähne heller wirken - nicht aber weißer.

Nur für einen Stoff belegen Studien bisher, dass er die Zähne tatsächlich heller aussehen lässt. Der Stoff heißt Blue Coverin und legt nach dem Putzen einen dünnen Film um die Zähne. Dadurch wird die Gelb-Wahrnehmung gemindert und die Zähne wirken zeitweise weißer. Das alles ist allerdings nur ein optischer Effekt, tatsächlich aufgehellt werden die Zähne auch hierbei nicht.

Wichtig ist, dass Sie die Zahnpasta finden, die für Ihre Zähne am besten geeignet ist. Für normal empfindliche Kauwerkzeuge eignet sich also eine Zahnpasta mit mittlerem Abrieb und gutem Kariesschutz. Die meisten der getesteten Zahnpasten haben in diesen Bereichen gute Ergebnisse geliefert.

Insgesamt lösen fast alle Whitening-Zahncremes Verfärbungen besser als reguläre Zahnpasten, kosten aber oft auch etwas mehr. Das Fazit der Stiftung Warentest: Egal aus welchem Geschäft, weißere Zähne zauberte keine der getesteten Pasten.

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