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Wissenschaftler beim Verfassen ihrer Arbeiten unterstützen

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Baku, 22. August, AZERTAC

Agenturen haben offenbar die Begutachtung wissenschaftlicher Studien manipuliert. Ihre Mailadressen führten nicht zu Forschern, sondern zu Fälschern. Ein Fachverlag zieht die Studien zurück.

Der Wissenschaftsverlag Springer zieht 64 wissenschaftliche Studien aus seinen Fachmagazinen zurück. Gutachten, die die Studien überprüfen sollten, stellten sich als erfunden heraus, gab der Verlag bekannt.

Im Fokus stehen Agenturen, die Wissenschaftler beim Verfassen ihrer Arbeiten unterstützen, um etwa die Sprache zu verbessern. Springer vermutet, dass einige dieser Agenturen versucht hätten, in den Begutachtungsprozess einzugreifen. Ob die Autoren der Studien von der Manipulation wussten, sei noch unklar.

Bei den Begutachtungen, den sogenannten Peer Reviews, werden wissenschaftliche Arbeiten von unabhängigen Gutachtern überprüft, zumeist handelt es sich um Forscher aus dem gleichen Wissenschaftsbereich. Um Gutachter mit dem nötigen Fachwissen zu finden, gaben die Verlage den Autoren die Möglichkeit, selbst Gutachter vorzuschlagen. Schließlich wissen diese gut, wer das nötige Fachwissen besitzt.

Bei den Vorschlägen seien in mehreren Fällen falsche Mailadresse eingereicht worden, die zwar teilweise die Namen realer Wissenschaftler nutzten, aber nicht ihnen gehörten. Die Gutachten stammten daher aus einer unbekannten Quelle. Die Arbeiten werden als nicht begutachtet gewertet.

Schon im November vergangenen Jahres seien erstmals gefälschte Mailadressen aufgefallen. Daraufhin seien alle Magazine von Springer systematisch nach Manipulationen durchsucht worden, meldete der Verlag. Im März zog BioMed Central, ein Tochterverlag von Springer, bereits 43 Studien zurück. Nun folgten 64 weitere Studien aus insgesamt zehn Magazinen.

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