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Zahl der Streiks und Proteste in China ist auf einen neuen Rekordstand geklettert

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Baku, 15. Dezember, AZERTAC 

Chinas Arbeiter werden aufmüpfiger. Die Zahl der Streiks und Proteste in der Volksrepublik hat sich laut einer Datenanalyse im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt.

Chinesische Angestellte machen ihrer Wut über Missstände am Arbeitsplatz immer öfter Luft. Laut einer Datenanalyse der Nichtregierungsorganisation China Labour Bulletin (CLB) ist die Zahl der Streiks und Proteste in der Volksrepublik im laufenden Jahr auf einen neuen Rekordstand geklettert.

Genau 2509 Streiks und Proteste hat CLB für 2015 zusammengetragen. Im Vorjahr waren es insgesamt 1379 Vorfälle. Schon jetzt, zwei Wochen vor Ende des Jahres, hat sich die Zahl der Arbeitskämpfe damit fast verdoppelt.

Laut "Wall Street Journal" ist das schwächelnde Wirtschaftswachstum der Hauptgrund für den starken Anstieg. Weil sich die Konjunktur schneller abkühlt als erwartet, habe die Zahl der Fabrikschließungen und Entlassungen deutlich zugelegt, berichtet die Wirtschaftszeitung.

Das "Wall Street Journal" beruft sich unter anderem auf eine Analyse der Politechnischen Universität der Industrieföderation in Hongkong. Dieser zufolge ist die Zahl der Fabriken mit aus Hongkong stammenden Besitzern in der südchinesischen Provinz Guangdong zwischen 2006 und 2013 um ein Drittel gesunken.

Die Studie der Universität deckt sich mit anderen Analysen zu Fabrikschließungen in China. Offizielle Daten gibt die Regierung in Peking dazu nicht heraus.

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