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Zahlreiche Verletzte bei einer Bombenexplosion in Chile

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Baku, 9. September (AZERTAG). Bei einer Bombenexplosion in einem U-Bahnhof in Santiago de Chile sind Medienberichten zufolge am Montag mindestens 14 Menschen verletzt worden. Einige von ihnen seien schwer verwundet worden, es schwebe aber niemand in Lebensgefahr, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Sprengsatz explodierte zur Mittagszeit in einem Abschnitt mit mehreren Imbissständen in der Metro-Station Escuela Militar. Die aus einem Feuerlöscher und einem Zeitzünder gefertigte Bombe war in einem Mülleimer deponiert worden. Einer Frau wurden durch die Explosion mehrere Finger abgerissen. Sechs der Verletzten erlitten Hörschäden.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Als Verdächtige gelten nach Regierungsangaben zwei junge Männer, die nach der Explosion mit einem Auto flüchteten. Die chilenische Regierung stufte die Detonation in der Hauptstadt als „Terrorakt“ ein. Chiles Präsidentin Bachelet verurteilte das „abscheuliche“ und "feige" Vorgehen der Täter, die auch den Tod unschuldiger Menschen in Kauf genommen hätten. Gleichzeitig rief sie ihre Landsleute dazu auf, Ruhe zu bewahren.

In den vergangenen fünf Jahren explodierten in Chile mehr als hundert selbstgebaute Bomben, die meist nur leichte Schäden an Geldautomaten, Schulen, Restaurants oder Botschaftsgebäuden verursachten. Mehrfach bekannten sich anarchistische Gruppen zu den Anschlägen. Nach einer Explosion in einem U-Bahnwaggon Mitte Juli hatte die Regierung die Sicherheitsvorkehrungen verschärft und einen Sonderermittler eingesetzt.

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