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Formel-1-Boss Chase Carey erhofft sich ein ausgeglicheneres Feld

Baku, 8. September, AZERTAC

Die Formel 1 hat sich auf einen Plan für die Einführung des Budgetlimits geeinigt. Wie "Motorsport-Total.com" von einer hochrangigen Quelle erfahren hat, wird die Obergrenze von 150 Millionen US-Dollar (umgerechnet 130 Millionen Euro) nicht wie ursprünglich geplant im Jahr 2021 eingeführt, sondern stufenweise, um den großen Teams die Möglichkeit zu geben, sich auf die Änderung einzustellen. 2021 dürfen die Teams noch 200 Millionen US-Dollar ausgeben, im Jahr darauf wird das Limit auf 175 Millionen heruntergesetzt.

Auch in diesem Punkt haben sich die reicheren Teams durchgesetzt, denn als Alternativvorschlag stand zur Debatte, 2021 bereits auf 170 Millionen zu gehen, um diesen Wert 2022 noch einmal um zehn Millionen zu senken. Zum Vergleich: das Budget des Mercedes-Rennstalls wird derzeit auf 325 Millionen Euro (umgerechnet 376 Millionen US-Dollar) geschätzt. Die Richtzahlen sollen an die Inflation angepasst werden.

Ein heißer Diskussionspunkt war bis zuletzt, welche Bereiche eines Teams vom Budgetlimit betroffen sein sollen. Man hat sich nun darauf geeinigt, dass unter anderem die Fahrergehälter sowie das Gehalt für den bestbezahlten Mitarbeiter ausgenommen sein werden - das gilt auch für Marketing- und Hospitality-Ausgaben. Noch nicht klar ist, wie man gegen Sünder vorgehen will.

Dass nun aber grundsätzlich Einigkeit herrscht, sorgt vor allem bei den kleinen Teams für Erleichterung. "Es ist unglaublich hart für Teams wie uns", sagt die stellvertretende Williams-Teamchefin Claire Williams. "Man darf nicht unterschätzen, wie wichtige diese Reglement-Einführung im Jahr 2021 ist, wenn es um das Überleben des Teams geht. Es handelt sich um etwas Grundlegendes."

Laut McLaren-Boss Zak Brown gilt dies nicht nur für den Überlebenskampf, sondern auch, wenn es darum geht, näher an die Topteams heranzukommen. "Sie geben so viel mehr Geld aus als alle anderen", sagt der US-Amerikaner. Wenn wir so viel Geld hätten wie sie, dann würden wir das auch machen. Und dann kommt dazu, dass Ferrari und Mercedes auch noch Partnerteams haben, von denen sie profitieren."

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