Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Jedes Jahr sterben 3.000 Mensche nach einer Legionelleninfektion

Baku, den 16.September (AZERTAG). In Warstein sind zwei Menschen an Legionellen gestorben und Dutzende erkrankt. Die Bakterien sind nur in großen Mengen gefährlich. Wie bekämpfen Seuchenschützer sie? Am 9. August kommt der erste Patient ins Warsteiner Krankenhaus. Er leidet unter Atemnot, Schüttelfrost und Fieber. Die Diagnose: schwere Lungenentzündung. Am 14. August wendet sich das Krankenhaus Maria Hilf an den Kreis Soest. Immer mehr Kranke haben die gleichen Symptome. Die Ursache ist unklar. Am 15. August bestätigt ein Labor zwei Fälle von Legionellen. Die Suche nach der Quelle der Bakterienerkrankungen beginnt. Am selben Tag stirbt ein Patient, zwei Tage später stirbt ein weiterer. Ein Krisenstab des Kreises Soest rät seit dem 30. August davor, Warstein nicht zu besuchen, wenn dies nicht unbedingt nötig ist. Die Warnung gilt noch bis zum 16. September. Bislang gibt es mehr als 160 Erkrankte. Neuerkrankungen sind in den vergangenen zwei Tagen aber nicht mehr aufgetreten. Die Schutzmaßnahmen seien aber noch nicht abgeschlossen, heißt es aus dem Krisenstab.

Am 19. August macht der Kreis Soest das Problem öffentlich. Weil die Bakterien über feine Wassertröpfchen in der Luft übertragen werden, setzt hier jede Suche an: Wo dampft es, wo sieht man Nebelschwaden? Typische Legionellenquellen sind Klima- und Kühlanlagen, in 80 bis 90 Prozent der Fälle werden Seuchenschützer dort fündig. Wird die Quelle so nicht identifiziert, zieht man den Kreis weiter und untersucht andere Prozesse: Wo blubbert Wasser sonst noch in feinen Tröpfchen? Das kann ein Springbrunnen sein oder der Rasensprenkler. In Warstein wird im August eine Meldepflicht für Kühlanlagen verhängt. Die Behörden wollen wissen, wo sie mit ihrer Suche anfangen sollen. Ende August wird eine Kühlanlage tatsächlich erstmals positiv auf Legionellen getestet.

Legionellen sind Bakterien, die im Wasser leben und überall in der Umwelt vorkommen. Kommen sie nur in niedrigen Konzentrationen vor, ist das für Menschen nicht gefährlich. In der Trinkwasserverordnung ist der Wert von 100 koloniebildenden Einheiten pro 100 Milliliter Wasser als Grenze festgesetzt. Ist dieser Wert überschritten, muss die Anlage untersucht und Proben entnommen werden.

Was sind Legionellen? Wie machen sie krank? Was hilft dagegen? Was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien, die überall in der Umwelt vorkommen. Knapp 60 Arten sind bekannt. Sie alle können potenziell krank machen - der bloße Kontakt zu den Keimen ist aber harmlos. Auch gesunde Menschen, die mit Legionellen verkeimtes Wasser trinken, werden normalerweise davon nicht krank.

Erst wenn die feuchtigkeitsliebenden Bakterien eingeatmet werden und in die tieferen Bereiche der Lunge geraten, droht eine Erkrankung. Das kann beim Duschen, in Dampfbädern oder auch am eigenen Waschbecken passieren, wenn dort verkeimtes Wasser verdampft. In Gewässern, die über 25 Grad Celsius warm sind, können sich Legionellen gut halten und mithilfe anderer Organismen - wie Amöben - schnell vermehren. Kocht man Wasser, sterben die Bakterien ab.

Die für Menschen bedrohlichste Art ist Legionella pneumophila. Sie ist nach Informationen des Robert Koch-Instituts für etwa 90 Prozent aller Erkrankungen durch Legionellen verantwortlich.

Wie machen sie krank?

Menschen stecken sich nicht gegenseitig mit den Bakterien an - in aller Regel infizieren sie sich an verkeimtem Wasser, das in die Lungen gelangt. Erkankungen durch die Keime werden Legionellosen genannt.

So können die Keime eine schwere und zum Teil lebensgefährliche Lungenentzündung hervorrufen (auch Legionärskrankheit genannt, nach einem Ausbruch unter amerikanischen Legionären bei einem Veteranentreffen in Philadelphia 1976).

Die leichtere Form der Erkrankung - ohne Lungenentzündung - wird Pontiac-Fieber genannt. Typische Symptome sind Fieber, Husten und Gliederschmerzen, ähnlich wie bei einer Grippe. Was hilft dagegen?

Da Legionellen Bakterien sind, werden Infizierte mit Antibiotika behandelt. Um sich zu vermehren, brauchen die Keime Wasser - möglichst warm - und andere Organismen, wie Amöben, in denen sie sich vermehren können. Um das zu verhindern, müssen Trinkwasserleitungen und Wasseranlagen möglichst hygienisch sauber gehalten werden. Alte Rohre und Abflüsse, in denen Wasser steht statt vollständig abzufließen, sind Risikofaktoren dafür, dass sich Legionellen ausbreiten.

Typische Orte, an denen Legionellen zum Problem werden können sind Schwimmbäder oder Großwasseranlagen - etwa in Hotels oder Krankenhäusern. Auch Kühlanlagen, Autowaschanlagen, Wäschereien oder Betriebe, die mit Wasser produzieren, müssen mit einem Befall durch Legionellen rechnen.

Seit 2011 besteht laut Trinkwasserverordnung eine Anzeige- und Untersuchungspflicht für Großanlagen der Trinkwasserinstallation in Gebäuden. Betreiber müssen regelmäßig Tests auf Legionellen durchführen lassen. Übersteigen die Werte 100 Legionellen pro 100 Milliliter Wasser, muss sofort das Gesundheitsamt informiert werden.

Bisher sind mehrere Legionellenherde gefunden worden. Erste positive Proben kamen aus einer örtlichen Kühlanlage. Dann gab es einen Legionellenfund bei der örtlichen Warsteiner Brauerei. Betroffen ist das Rückkühlwerk, wo Wasser verdampft. Auch im Abwasser der Brauerei wurden Legionellen gefunden. Der Abwasserzulauf aus der Brauerei zur Kläranlage Warstein sei belastet gewesen. Ebenfalls betroffen sind somit örtliche Klärwerke. Der kleine Fluss Wester überschritt die zulässigen Legionellenwerte zudem um das Tausendfache. An allen diesen Stellen wurde der gleiche Stamm der Bakterien gefunden, der auch bei den Patienten im Warsteiner Krankenhaus entdeckt worden war. „Die Kette zwischen Klärwerk, Brauerei, Kühlanlage und Fluss kann aber noch weitergehen. Was die ursprüngliche Quelle ist, ist weiter unklar“, sagte ein Umweltbundesamtssprecher.

Mikrobiologische Verbreitung ist kompliziert und schlecht zu berechnen. Das macht eine Rückverfolgung des Ausbreitungsweges der Bakterien schwierig. Gibt es einen positiven Legionellenbefund, stellt sich immer die Frage, ob man die Quelle gefunden hat oder nur auf das Glied einer Kette gestoßen ist, die sich in eine andere Richtung fortsetzt. So ist es auch im Fall Warstein: Ist die Brauerei die Quelle oder wurde die Kläranlage über die Luft verunreinigt? Ein weiteres Problem sei, dass niemand wisse, wo diese klassischen Ansteckungsherde stünden. Sinnvoll sei, dass Gemeinden ein Ortsverzeichnis führen, wo alle Verdunstungskühlanlagen aufgelistet sind. Das würde die Suche nach Legionellen beschleunigen, man könnte so die Krankheitsfälle reduzieren. Geschätzt gebe es jedes Jahr 3.000 Menschen, die nach einer Legionelleninfektion sterben.

Nachricht in sozialen Medien teilen

Folgen Sie uns auf Social

Aktueller Stand und Perspektiven der Beziehungen zwischen Aserbaidschan und der EU erörtert

Griechische Medien berichten über Ausbau der Energiekooperation mit Aserbaidschan

In Baku findet Schwimm-Weltcup 2026 statt

Heydar-Aliyev-Zentrum mit Farben der chinesischen Flagge geschmückt

Aserbaidschans Innenminister nimmt an Treffen des Innenministerrates der GUS teil

Teilnehmer des CICA-Medienforums besuchen Heydar-Aliyev-Zentrum

Aserbaidschan stellt ASAN-Khidmet-Modell Karibikstaaten vor

ADY erweitert Zugverbindungen auf der Eisenbahnstrecke Baku–Tiflis–Baku

Hikmat Hajiyev: Aserbaidschans Beitrag zur europäischen Energiesicherheit ist ein wichtiger Bestandteil der EU-Aserbaidschan-Beziehungen

Ausfuhren aus Aserbaidschan nach Luxemburg um 306-Fache gestiegen

Höhere Warnstufe gilt bei Windgeschwindigkeiten in Aserbaidschan

Yaşar Güler: Angesichts der Lage in unserer Region bleibt uns nichts anderes, als „auf den Krieg vorbereitet zu sein“

Militärübung „Stärke der Einheit – 2026“: Besuchertag für hochrangige Gäste

Erdbeben der Stärke 4,1 erschüttert Zagatala

Aserbaidschan und Kroatien erörtern Aussichten für Zusammenarbeit

Aserbaidschanische Kanuten gewinnen 22 Medaillen bei Regatta in Mingachevir

Generalstaatsanwaltschaften Aserbaidschans und Russlands unterzeichnen Kooperationsprogramm

„Stärke der Einheit-2026“: Verteidigungsminister aus drei Ländern besichtigen Waffen- und Militärausstellung

Khalaf Khalafov: Professionelle Medien spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen Desinformation

Generalsekretär: Medienforum bietet hervorragende Gelegenheit, CICA-Initiativen einem breiteren Publikum vorzustellen

Aserbaidschan und SpaceXAI vereinbaren Zusammenarbeit im Bereich künstliche Intelligenz

Generalsekretär: Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und CICA fördert Dialog im Medienbereich

Präsident Ilham Aliyev: Wir legen großen Wert auf Weiterentwicklung unserer Beziehungen zu China

Khan-Garten von Ganja – ein Zeuge jahrhundertelanger Geschichte VIDEO

Khan-Garten von Ganja – ein Zeuge jahrhundertelanger Geschichte VIDEO

Präsident: Stärkung der Medienkompetenz ist eine wichtige Voraussetzung für nachhaltiges Vertrauen

Ein Erbe der Safawidenzeit: Die Mausoleen von Agbil VIDEO

Ein Erbe der Safawidenzeit: Die Mausoleen von Agbil VIDEO

Präsident Ilham Aliyev: Medien können öffentliche Meinungsbildung sowie Dialog und Zusammenarbeit beeinflussen

Präsident Ilham Aliyev: Erstes CICA-Medienforum in Baku hat besondere Bedeutung

Medienforum „Vertrauensbildung durch Medien in einer polarisierten Welt“ in Baku

Präsident: CICA ist eine einzigartige Dialogplattform für Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Region

Gold- und Silberpreise gestiegen

Schwimm-Weltcup in Baku begonnen

Ölpreise an den Börsen gesunken

Aserbaidschanisches Öl kostet 119,26 Dollar

Aserbaidschans Verteidigungsminister trifft britischen und slowakischen Amtskollegen

USA ziehen letzte Truppen aus Irak ab

Aserbaidschan und Griechenland erörtern Perspektiven der Energiezusammenarbeit

18. Internationales Musikfestival Uzeyir Hajibeyli geht zu Ende

In Baku Ausstellung kolumbianischer Handwerkskunst eröffnet

Entwicklungsrichtungen der militärischen Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Russland erörtert

Milli Majlis billigt Abkommen zwischen Aserbaidschan und der Slowakei zum Schutz von Verschlusssachen

„ASAN Khidmet“ bringt seine Erfahrung im Bereich öffentlicher Dienstleistungen in die Karibik

Aserbaidschan präsentiert Produkte auf internationaler Industrieausstellung in Minsk

Generalstabschef der aserbaidschanischen Armee empfängt iranische Militärdelegation

Aserbaidschans Tischtennisspieler gewinnen fünf Bronzemedaillen in Tiflis

Mingachevir-Regatta: Aserbaidschans Ruderer gewinnen sieben weitere Medaillen

Aserbaidschans Verteidigungsministerium und türkische Rüstungsunternehmen unterzeichnen Kooperationsvereinbarungen

Präsident Ilham Aliyev besucht Ausstellungen ADEX 2026 und Securex Caspian AKTUALISIERT VIDEO

Auf Social-Media-Konten von Präsident Ilham Aliyev Beitrag über „ADEX 2026“veröffentlicht VIDEO

Oberste Gerichte Aserbaidschans und Georgiens unterzeichnen Memorandum über Zusammenarbeit

Aserbaidschanischer Premierminister Ali Asadov trifft Präsident des Internationalen Schwimmverbandes

Aserbaidschans Gastronomie- und Tourismusangebot in Turin vorgestellt

Gabala präsentiert sein touristisches Potenzial in Istanbul

Aserbaidschans Tourismusangebot beim Brüsseler Gipfel im Fokus

Aserbaidschan und Usbekistan unterzeichnen Plan für militärische Zusammenarbeit

Weltweit gibt es 12.259 Rechenzentren

Aserbaidschan und VAE erörtern Aussichten für militärisch-technische Zusammenarbeit

Weitere neun Familien in Schukurbeyli umgesiedelt

Weitere 16 Familien in die Stadt Chodschawänd umgesiedelt

Präsident Ilham Aliyev empfängt britischen Staatsminister für Verteidigung VIDEO

Aserbaidschan und China gründen gemeinsamen Investitionsfonds über eine Milliarde US-Dollar

Treffen mit Beobachtern der gemeinsamen Militärübung „Power of Unity – 2026“

ANAS und Pakistans Northern University unterzeichnen Kooperationsabkommen

Ölpreise an Börsen steigen

Große Rückkehr: 42 weitere Familien kehren in ihr Heimatland zurück

Aserbaidschanische Delegation hält mehrere Treffen im Iran ab

Erdbeben im Kaspischen Meer

Präsident Ilham Aliyev: Qualität aserbaidschanischer Verteidigungsprodukte wird international hoch geschätzt

Gold- und Silberpreise legen zu

Präsident: Stärkung der Verteidigungsfähigkeit gehört zu den Prioritäten der staatlichen Politik Aserbaidschans

„ADEX 2026“ und „Securex Caspian 2026“ in Baku eröffnet

Preis von Azeri Light kostet mehr als 118 US-Dollar

Aserbaidschan und Weltbank erörtern Zusammenarbeit beim CRAIS-Projekt

Leyla Aliyeva trifft Präsidentin des Governatorats der Vatikanstadt

Aserbaidschan und Heiliger Stuhl erörtern künftige gemeinsame Programme

Leyla Aliyeva trifft Sekretärin der Päpstlichen Kommission für Sakrale Archäologie in Rom

Iranischer Präsident empfängt stellvertretenden Premierminister Aserbaidschans

Aserbaidschan und Belarus erörtern Perspektiven der Verteidigungszusammenarbeit

Aserbaidschan richtet 2027 Jahrestreffen der AIIB aus

Aserbaidschan und Sudan erörtern militärisch-technische Zusammenarbeit

Leyla Aliyeva nimmt an Eröffnung einer Ausstellung aserbaidschanischer Teppiche im Vatikan teil

Aserbaidschan und Kasachstan bauen Zusammenarbeit im Bildungsbereich aus

Deutscher Botschafter besucht Aserbaidschanische Sprachenuniversität

Aserbaidschanische Nationale Anti-Doping-Agentur nimmt an internationaler Veranstaltung in London teil

Amerikanischer Basketballspieler wechselt zu aserbaidschanischem Klub

Aserbaidschan und Russland wollen Zusammenarbeit im Rechtsbereich ausbauen

FIFA-Präsident veröffentlicht Beitrag über Treffen mit Präsident Ilham Aliyev

Historisches Erbe Westaserbaidschans: Karawanserei Schah Abbas

Erdbeben in Lankaran

Einnahmen aus Goldexporten Aserbaidschans steigen um 28,7 Prozent

Peruanischer Radiosender widmet Uzeyir Hajibeyli Sonderprogramm

Weitere 30 ukrainische Kinder zur Rehabilitation in Aserbaidschan eingetroffen

Mitteilung des Pressedienstes des Präsidenten

Baku richtet erstmals CAMCA-Regionalforum aus

Türkei präsentiert COP31 in New York

Internationales Turnier „Mingachevir Regatta-2026“ in Füsuli gestartet

Dokumentarfilm „Harmony“ in Rom vorgestellt

Neue archäologische Funde im “Mesopotamien des Südkaukasus“

Präsident Ilham Aliyev empfängt FIFA-Präsident Gianni Infantino VIDEO

Gründung einer “Cisco“-Akademie in Aserbaidschan erwogen