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Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert mit Präsident Ilham Aliyev

Die Bundeskanzlerin, Angela Merkel, hat am Dienstag, dem 29. September mit dem Präsidenten der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyev, telefoniert. Das geht aus einer Mitteilung des Pressedienstes des Präsidenten hervor.

Frau Merkel äußerte sich besorgt über die erneuten Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern und interessierte sich für die aktuelle Lage an der Kontaktlinie.

Das aserbaidschanische Staatsoberhaupt teilte der Bundeskanzlerin mit, dass armenische Verbände in den frühen Morgenstunden des 27. September eine militärische Provokation gegen Aserbaidschan begangen und die an der vorderen Linie stationierten aserbaidschanischen Einheiten sowie die Städte und Dörfer, die in der Nähe der Front liegen, mit schweren Artillerieanlagen unter Beschuss genommen haben. Dabei wurden Militärangehörigen, 10 Zivilisten, darunter zwei Kinder, getötet. 29 weitere Zivilisten wurden verletzt und 150 Häuser schwer beschädigt. Die aserbaidschanische Seite startete eine Gegenoffensive.

Präsident Ilham Aliyev erinnerte auch daran, dass Armenien auch in den Monaten Juli und August militärische Provokationen gegen Aserbaidschan begangen habe, bei denen aserbaidschanische Soldaten und Zivilisten ums Leben gekommen waren. Er bezeichnete diese Provokationen als Fortsetzung einer aggressiven Politik Armeniens gegen Aserbaidschan.

Die Erklärung des armenischen Premierministers “Karabach ist Armenien, Punkt“ zerstörte den Verhandlungsprozess und die Forderung der armenischen Führung von Aserbaidschan, mit der selbsternannten “Republik Berg-Karabach“ zu verhandeln, als Versuch, das Verhandlungsformat zu ändern, angesehen werden muss, fügte Präsident Ilham Aliyev hinzu. Das Staatsoberhaupt sagte zudem, dass der armenische Verteidigungsminister Aserbaidschan mit einem neuen Krieg um neue Böden bedroht habe und dieser Plan in die Wirklichkeit umgesetzt wird.

Der Präsident betonte, dass die gesamte Verantwortung für die aktuelle Situation und künftige Entwicklung der Ereignisse ausschließlich bei der politisch-militärischen Führung Armeniens liege. Die aserbaidschanische Armee kämpft auf ihren eigenen Böden, und die armenischen Truppen müssen sich aus den aserbaidschanischen Gebieten zurückziehen, sagte der aserbaidschanische Präsident.

Präsident Ilham Aliyev machte darauf aufmerksam, dass Armenien ausländische Bürger aus verschiedenen Ländern illegal in die besetzten Gebiete Aserbaidschans umsiedelt. Das sind laut Genfer Konvention ein grober Verstoß gegen das Völkerrecht und ein Kriegsverbrechen, so Präsident Ilham Aliyev.

Beim Gespräch diskutierten die Seiten die Möglichkeiten zur Wiederherstellung des Waffenstillstandsregimes und der Wiederaufnahme der Verhandlungen.

Die Bundeskanzlerin unterstrich, dass ein sofortiger Waffenstillstand und die Rückkehr an den Verhandlungstisch dringlich seien.

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