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Coronakrise in Indien: Viele Leichen am Ufer des Ganges

Baku, 11. Mai, AZERTAC

In der indischen Coronakrise gibt es offenbar mehr Bestattungen im Ganges. Am Ufer des heiligen Flusses der Hindus sind am Montag und Dienstag Dutzende Leichen angespült worden. Im Bundesstaat Bihar seien in der Nacht auf Montag 71 Leichen geborgen worden, teilten die Behörden mit. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete, am Dienstag seien weitere Tote aus dem Fluss gezogen worden.

Bei den meisten der 35 bis 40 Leichen vom Dienstag handle es sich wohl um Coronatote, deren Angehörige zu arm für eine Einäscherung waren und die Leichen deshalb in den Fluss gelegt hätten, sagte ein örtlicher Behördenmitarbeiter laut dpa. Die Leichen hätten wohl vier bis fünf Tage im Wasser getrieben.

Einige wenige Leichen pro Tag durch Wasserbestattungen seien nicht ungewöhnlich, sagte der Behördenmitarbeiter. Wegen der zweiten Coronawelle in Indien sei die Zahl jetzt jedoch so hoch.

Einige wenige Leichen pro Tag durch Wasserbestattungen seien nicht ungewöhnlich, sagte der Behördenmitarbeiter. Wegen der zweiten Coronawelle in Indien sei die Zahl jetzt jedoch so hoch.

In den sozialen Medien kursierten Bilder der Leichen im Fluss. Örtliche Medien berichteten, dass lokale Anwohnerinnen und Anwohner in Panik gerieten, sich durch die angespülten Leichen mit dem Coronavirus zu infizieren. Bereits am Wochenende gab es Berichte, wonach mehrere halb verbrannte Leichen im Fluss Yamuna bei der Stadt Hamirpur gesichtet worden seien.

Seit Pandemiebeginn sind im 1,3-Milliarden-Einwohnerland Indien mehr als 22,9 Millionen Coronainfektionen erfasst worden. In absoluten und bekannten Zahlen ist das Land weltweit am zweitmeisten von der Coronakrise betroffen.

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