Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

TV-Ansprache von Präsident Ilham Aliyev anlässlich des Gedenktags VIDEO

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Baku, 27. September, AZERTAC

Der Oberste Befehlshaber der Streitkräfte, Präsident der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyev, hat anlässlich des Gedenktages am 27. September die aserbaidschanische Bevölkerung angesprochen.

AZERTAC präsentiert diese Rede in vollem Wortlaut.

Rede
von Präsident Ilham Aliyev

-Liebe Landsleute.

Vor genau einem Jahr hat Armenien eine militärische Provokation gegen Aserbaidschan begangen und auf unsere Kampfstellungen und Siedlungen geschossen. Durch diesen Beschuss wurden in den ersten Stunden Zivilisten und Soldaten getötet. Auf meinen Befehl hin startete die aserbaidschanische Armee als Reaktion auf dieses blutige Verbrechen einen groß angelegten Gegenangriff und errang einen Sieg im Zweiten Karabach-Krieg, der 44 Tage dauerte. Am 2. Dezember des letzten Jahres verabschiedete ich einen Erlass und erklärte den 27. September zum Gedenktag in Aserbaidschan. Heute verneigen wir uns noch einmal vor dem Gedenken an unsere heldenhaften Märtyrer, die im Zweiten Karabach-Krieg gefallen sind, und bitten um den Segen Gottes für sie. Ihr Andenken wird für immer in unseren Heim leben.

Gleichzeitig wird heute nach meinem Erlass vom Dezember des letzten Jahres der Grundstein für die Gedenkstätte des Vaterländischen Krieges und das Museum des Sieges gelegt. In Baku, an einem der schönsten Orte unserer Stadt, wird ein prächtiges Denkmal zu Ehren der Helden des Zweiten Karabach-Krieges errichtet. Ich möchte auch daran erinnern, dass heute um 12:00 Uhr Ortszeit das Andenken an die Märtyrer landesweit mit einem minutenlangen Schweigen geehrt wird.

Der Zweite Karabach-Krieg ist unsere glorreiche Geschichte. Dieser Sieg wird für immer in der Geschichte bleiben. Innerhalb von 44 Tagen besiegten die aserbaidschanischen Streitkräfte die feindliche Armee und stellten damit ihre territoriale Integrität wieder her. Ich habe wiederholt gesagt, dass sich das aserbaidschanische Volk nie mit der Besatzung versöhnen wird. Ich habe wiederholt gesagt, dass wir unsere Gebiete um jeden Preis zurückerhalten. Ich habe wiederholt gesagt, dass wir den Feind dazu zwingen werden, seine Truppen von unseren Gebieten abzuziehen, falls sie unsere Gebiete nicht freiwillig verlassen, und genau das ist passiert. Wir haben uns mit der Niederlage im Ersten Karabach-Krieg nicht abgefunden, Kräfte gesammelt, alle Kräfte mobilisiert, unsere Armee, die Wirtschaft des Landes gestärkt, das Ansehen unseres Landes erhöht und unsere historische Mission ehrenhaft erfüllt. Wir vertrieben den Feind aus unserem Land und stellten Gerechtigkeit und Völkerrecht wieder her. Wir haben unsere nationale Würde wiederhergestellt. Heute leben die Menschen in Aserbaidschan als siegreiches Volk. Heute lebt der aserbaidschanische Staat als Siegerstaat. Von nun an werden wir für immer als siegreiche Nation und als siegreicher Staat leben.

Armenien beging erneut abscheuliche Taten und verübte militärische Provokationen gegen Zivilisten, obwohl es auf dem Schlachtfeld besiegt wurde. Mehr als hundert Zivilisten fielen dem armenischen Faschismus zum Opfer. Unsere Städte und Dörfer standen unter ständigem Feuer. Armenien setzte verbotene Waffen, Bomben mit weißem Phosphor und ballistische Raketen ein. Aber nichts konnte uns aufhalten. Das aserbaidschanische Volk hat all diesen Provokationen mit Entschlossenheit, Willen und Mut standgehalten. Niemand und nichts konnte uns aufhalten. Während des Krieges habe ich wiederholt die aserbaidschanische Bevölkerung angesprochen und gesagt, dass uns niemand und nichts aufhalten wird. Wir führen einen Krieg für die Wiederherstellung der Gerechtigkeit. Wir befinden uns in einem Krieg der Würde. Wir sind aus Nationalstolz in den Krieg gezogen. Wir sind in den heiligen Krieg gezogen.

Während des Krieges lebten wir alle nach dem gleichen Motto: “Für uns gibt es keinen Rückzug, kein Aufgeben, wir werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen“. Das aserbaidschanische Volk stand fest hinter der aserbaidschanischen Armee und gab unserer Armee zusätzliche Stärke. Der Tod unschuldiger Menschen, die Zerstörung unserer Städte und Dörfer hat den Willen des aserbaidschanischen Volkes nicht gebrochen. Wir kamen jeden Tag voran, wir gewannen jeden Tag. Wir erhielten jeden Tag Informationen über neue Erfolge. Innerhalb von 44 Tagen wichen wir keinen Schritt. Der Feind musste sich jedoch zurückziehen, obwohl er in den verflossenen 30 Jahren in einer günstigen Position stationiert war, 5-6 Befestigungen gebaut hate, die Geländeform für sie ein großer Vorteil war. Während des 44-tägigen Krieges entkam kein einziger Soldat der aserbaidschanischen Armee. Es gab jedoch mehr als 10.000 Deserteure in der armenischen Armee. Wir sind stolz auf unsere Märtyrer und Veteranen sowie auf unsere Soldaten und Offiziere, die im Vaterländischen Krieg Heldentum vollbracht haben. Ihr Heldentum und ihre Selbstaufopferung werden nie vergessen. Wir haben der ganzen Welt gezeigt, dass das aserbaidschanische Volk eine großartige Nation ist, das aserbaidschanische Volk sich mit dieser Ungerechtigkeit nie versöhnen wird.

Der 44-tägige Vaterländische Krieg war eine Feier des nationalen Willens, des nationalen Geistes und der nationalen Würde. Wir haben den Sieg auf den Schlachtfeldern gewonnen. Mehr als 300 Städte und Dörfer wurden befreit. Wir haben diesen Sieg durch Blutvergießen und Märtyrer errungen und den Feind gezwungen, vor uns niederzuknien und die Kapitulationsakte zu unterzeichnen. Dieser Feind, der uns seit 30 Jahren herausfordert, versucht seit 30 Jahren, die Ehre und Würde des aserbaidschanischen Volkes mit Füßen zu treten. Der verkommene, wütende, tollwütige Feind kniete vor uns nieder, hisste eine weiße Fahne, ergab sich und musste in der Nacht vom 9. auf den 10. November eine Kapitulationsakte unterzeichnen. Als Ergebnis wurden Hunderte von Städten und Dörfern von der Besatzung befreit, ohne ein einziger Schuss abgefeuert zu werden oder Verluste zu erlitten zu haben.

Damit hat Aserbaidschan seine territoriale Integrität wiederhergestellt. Wir haben den Krieg militärisch-politisch gelöst, der Krieg ist schon vorbei, auch der Berg-Karabach-Konflikt ist schon vorbei, blieb in der Geschichte. Es gibt kein Verwaltungsgebiet namens "Berg-Karabach" in Aserbaidschan, und wenn jemand einen Toten namens "Berg-Karabach" wiederbeleben möchte, soll er ihn auf seinem Territorium wiederbeleben, eine Organisation, eine Gesellschaft, eine Republik namens "Berg-Karabach" gründen. Wir kennen sie auch an, aber nicht in Aserbaidschan! Dieses Problem wurde gelöst. Ich sage dies - der Präsident von Aserbaidschan, der Oberste Befehlshaber der Streitkräfte. Jeder muss und wird mit diesen Worten rechnen.

Ich möchte der brüderlichen Türkei, die uns 44 Tage lang am meisten unterstützt hat, heute, am Gedenktag meinen tiefen Dank aussprechen. Das Bruderland, das Brudervolk waren seit den ersten Stunden des Krieges mit Aserbaidschan solidarisch und haben ihre Unterstützung dem brüderlichen Aserbaidschan gewährt. Die Erklärungen der türkischen Führung und meines lieben Bruders, Präsident Recep Tayyip Erdogan, haben uns große politische Unterstützung gegeben, uns zusätzliche Kraft gegeben und wir werden das nie vergessen. Der 44-tägige Vaterländische Krieg hat der Welt einmal mehr die türkisch-aserbaidschanische Einheit gezeigt.

Wir danken auch allen anderen Ländern für ihre politische Unterstützung. Ich weiß, dass die Herzen von Millionen im Ausland lebenden Aserbaidschaner mit ihrer historischen Heimat schlugen. Sie verfolgten jeden Tag die Schlachten und freuten sich über unseren Erfolg. Ich muss auch sagen, dass ich innerhalb von 44 Tagen und noch heute Tausende von Briefen erhalte. Ich erhalte Unterstützungsbriefe und Solidaritätsbriefe von den Bürgern Aserbaidschans, den Aserbaidschanern der Welt, sowie von Bürgern verschiedener Länder, die mit uns befreundet sind. Die gesamte internationale Gemeinschaft ist mit unserem Sieg einverstanden, akzeptiert ihn, obwohl es ein Jahr her ist, seit der Krieg für beendet erklärt wurde. Heute ist Aserbaidschan auch die Seite, die die Tagesordnung in der Region sowie in den aserbaidschanischen-armenischen Beziehungen bildet.

Innerhalb von 44 Tagen haben wir nicht nur unsere territoriale Integrität wiederhergestellt, wir haben nicht nur den Feind aus unserem Land vertrieben, wir haben nicht nur unsere nationale Würde wiederhergestellt, wir haben die Welt vom armenischen Faschismus befreit. Heute sieht jeder, der die befreiten Gebiete besucht, mit eigenen Augen die Erscheinungen der armenischen Wildheit. Alle unsere Städte wurden zerstört, alle unsere historischen Denkmäler und Moscheen wurden völlig zerstört oder von Armeniern geschändet. Von den 67 Moscheen wurden 65 völlig zerstört, und in den restlichen Moscheen und halb zerstörten Moscheen hielt der verhasste Feind Tiere, Kühe und Schweine, um uns zu blamieren, um die Muslime auf der ganzen Welt zu entehren. Ich bin zuversichtlich, dass die Muslime der Welt angemessen reagieren werden. Ich erhalte Briefe zu diesem Thema aus vielen muslimischen Ländern. Wir leisten praktische Arbeit über die armenischen Gräueltaten während der Besatzung, über den armenischen Faschismus, wir informieren und werden die ganze Welt informieren. Daher ist unser Sieg, wie gesagt, ein Sieg über den armenischen Faschismus.

Es gab und hat einen Regierungswechsel in Armenien gegeben, aber die Natur des Feindes hat sich nicht geändert. Es grassieren Aserbaidschanophobie und Islamophobie in Armenien, sie haben das Ausmaß einer psychischen Erkrankung erreicht. Hass gegen Aserbaidschaner wurde dort als offizielle Ideologie etabliert. Sonst wäre nicht so viel Grausamkeit begangen worden. Jeder, der die befreiten Gebiete besucht, ist davon erschrocken, dass ein Mensch das wirklich gemacht hat. Ich kann sogar sagen, dass es kein Tier ist, das dies tut. Der Täter ist eine verkommene, tollwütige, aserbaidschan-phobische Masse, ein Stamm. Es kann nicht anders genannt werden, und die ganze Welt muss es sehen. Das sollten die Anhänger Armeniens sehen. Obwohl sie nicht sehen wollen, müssen sie sehen und sie werden sehen, wir werden zeigen, wir werden der ganzen Welt zeigen, vor welchem Böse, Übel wir unsere Region gerettet haben. Dem Feind, der 30 Jahre lang all unsere historischen Denkmäler, nationalen Schätze und natürlichen Ressourcen geplündert und zerstört hat, hätte man eine Lehre geben sollen oder nicht?! Trotzdem habe ich vor dem Krieg wiederholt gesagt, dass der Krieg natürlich ausgeschlossen ist, wenn die armenische Führung unsere Gebiete freiwillig gemäß den Normen und Prinzipien des Völkerrechts verlässt. Das habe ich während des Krieges oft gesagt. Ich sagte, dass die armenische Führung uns ein Datum angeben sollte, an welchem Tag sie unsere Gebiete verlassen wird. Dann sind wir bereit, den Krieg zu beenden. Aber sie taten es nicht. Nachdem sich die armenische Armee das Rückgrat gebrochen hatte, Schuscha, die als uneinnehmbare Festung betrachtet wurde, und dann mehr als 70 Dörfer von den Okkupanten befreit worden waren, musste sich der Feind ergeben. Diese Lehre ist eine ewige Lehre, lass sie niemand vergessen!

Der armenische Faschismus wurde zerstört, aber seine Erscheinungen sind noch sichtbar. Dies ist ein sehr gefährlicher Trend, insbesondere für den armenischen Staat. Ich habe dies heute, am Gedenktag, vor dem Gedenken an unsere Märtyrer gesagt, wenn wir sehen, dass der armenische Faschismus aufsteigt, wenn wir sehen, dass eine neue Gefahr für unser Volk, unseren Staat entsteht, dann werden wir den armenischen Faschismus zerschmettern ohne zu zögern. Lass es alle wissen! "Eiserne Faust", das Symbol für Krieg und Sieg, ist immer schlagbereit, lass es niemand vergessen!

Liebe Landsleute, am Gedenktag verneige ich mich noch einmal vor allen unseren Märtyrer, vor den Seelen der Märtyrer des Ersten und Zweiten Karabach-Krieges und bitte Gott, sie zu segnen. Ich sage ihren Verwandten, dass ich ihnen gesagt habe, dass ihr Blut nicht ungesühnt bleiben wird und nicht geblieben ist. Wir haben Rache genommen! Ich sagte, dass wir auf dem Schlachtfeld revanchieren werden, und das ist passiert. Unsere heldenhaften Soldaten und Offiziere, die uns diesen Sieg bescherten, sind unsere Quelle des Stolzes. Ihr Heldentum, ihr Mut und ihre Aufopferung sind bereits zu einem Epos geworden.

Von nun an werden wir als siegreiches Land, als siegreiches Volk leben und die befreiten Gebiete wiederaufbauen und wiederherstellen. Das Leben kehrt in diese Gebiete zurück, die Menschen kehren zurück. Unsere Hauptaufgabe besteht heute darin, diese Rückkehr in kürzester Zeit sicherzustellen. Ich möchte meine Ansprache mit den Worten beenden, Karabach gehört uns! Karabach ist Aserbaidschan!

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