2010 teilt sich den Hitzerekord mit 2005
Baku, den 14. Januar (AZERTAG). Die Nasa hat Daten von weltweit 1000 Wetterstationen ausgewertet: Die Jahre 2010 und 2005 sind die wärmsten seit Beginn exakter Wetteraufzeichnungen.
Im Jahr 2010 hat sich der weltweite Hitzerekord von 2005 nach Angaben der Nasa wiederholt. Beide Jahre gelten nun gemeinsam als die wärmsten seit Beginn exakter Wetteraufzeichnungen. Das teilte jetzt das Goddard Institute der US-Raumfahrtbehörde mit. Der gemessene Temperaturunterschied zwischen beiden Zeiträumen sei so gering gewesen, dass er nicht verlässlich angegeben werden könne.
Insgesamt sei es 2010 auf der Erdoberfläche, kombiniert aus Land- und Ozeanwerten, um 0,74 Grad Celsius wärmer gewesen als im Durchschnitt, hieß es in der Mitteilung weiter.
Die Daten stammen von mehr als 1000 Wetterstationen auf der ganzen Welt sowie von Satellitenbeobachtungen. Als Vergleichsmaßstab ziehen die Nasa- Wissenschaftler die Temperaturen in den Jahren 1951 bis 1980 heran. Ungewöhnlich starke Luftströmungen von Mitte Juni bis Mitte August hätten zu einer extremen Hitzewelle in Russland und verheerenden Fluten in Pakistan geführt.
Das vergangene Jahr war lange auf alleinigen Rekordkurs. In der zweiten Jahreshälfte hätten allerdings der frühe Wintereinbruch in Nordeuropa für deutliche Abkühlung gesorgt. Zudem sei das Wetterphänomen El Niño Mitte des Jahres in sein Gegenstück La Niña umgekippt, was zu niedrigeren Temperaturen im Ostpazifik und heftigen Niederschlägen beispielsweise in Australien führte.
Den Trend zur Erderwärmung konnten jedoch weder La Niña noch kühle Winter in Europa verhindern. Auch in den USA gab es einen extrem kalten Winter zu Anfang des vergangenen Jahres. Dennoch war 2010 laut NOAA in den USA das 14. Jahr in Folge mit Temperaturen über dem Durchschnitt.