Duzdag: Medizin in der Salzmine VIDEO
Nachitschewan, 15. Mai, AZERTAC
Nicht weit von der Stadt Nachitschewan liegt Duzdag, eine der ältesten Salzminen der Welt.
Das im Jahr 1979 gebildete physiotherapeutische Zentrum „Duzdag“, das auf 1.173 Metern über dem Meeresspiegel liegt, leistet heute mit seiner modernen Ausstattung einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung des Gesundheitstourismus in Nachitschewan.
Der unterirdische Teil des Duzdag-Salzlagers, der in Form eines Labyrinths angelegt ist, hat eine Gesamtlänge von 46 Kilometern und befindet sich 360 Meter vom Eingang entfernt in einer Tiefe von 110 Metern.
In diesem Bereich herrschen das ganze Jahr über stabile klimatische Bedingungen: Die Temperatur liegt konstant zwischen 18 und 20 Grad Celsius, die relative Luftfeuchtigkeit beträgt 25–30 Prozent und der atmosphärische Druck beträgt 678 Millimeter Quecksilbersäule.
Das Salz in diesem Heilstollen ist bei der Behandlung zahlreicher Erkrankungen wirksam – darunter bronchiale Asthmaformen (infektiös-allergisch und atopisch), chronische Bronchitis mit asthmatischer Komponente in der Remissionsphase, akute und chronische Bronchitis, Vorstufen von Asthma (Präasthma) sowie allergische Rhinosinusopathien.
Das Salz riecht man schon am Eingang des Tunnels. Um einen therapeutischen Effekt zu erzielen, muss man sich mindestens fünf Stunden in Stollen und Höhlen aufhalten. In Stollen und Höhlen sollen Betroffene dank der Speläotherapie wieder tief durchatmen. Die Speläotherapie dauert etwa zwei Wochen. Sie nutzt das besondere Mikroklima der Salzhöhle.
Duzdag hilft nicht nur bei der Behandlung von Bronchialerkrankungen, hat auch eine erstaunliche Wirkung auf die Haut.
Etwa 13 km weit entfernt vom Internationalen Flughafen Nachitschewan und in etwa 1 km Entfernung vom Fünf-Sterne-Hotel liegt das physiotherapeutische Zentrum “Duzdag”. Das Behandlungszentrum verfügt über 474 Betten für Patientinnen und Patienten. Die Aufenthaltsdauer im Zentrum variiert je nach Alter und Gesundheitszustand der Besucher. Kinder bis zu 10 Jahren bleiben in der Regel 7 bis 14 Tage und verbringen täglich 4–5 Stunden am Nachmittag im Heilstollen. Personen ab 12 Jahren übernachten in der Einrichtung.
Jedes Jahr besuchen mindestens 4.000 bis 5.000 Menschen dieses unterirdische „Königreich“, wie es ausländische Gäste nennen, nicht nur zur Besichtigung, sondern auch zur erfolgreichen Behandlung verschiedenster Erkrankungen.