Das erste Mausoleum für eine Frau im Orient – Momine-Khatun-Mausoleum VIDEO
Nachitschewan, 29. Mai, AZERTAC
Im Rahmen der Rubrik „Wenn ich ein Tourist wäre“ informiert AZERTAC weiterhin über interessante, aber wenig bekannte Sehenswürdigkeiten in verschiedenen Regionen Aserbaidschans sowie in Baku und Umgebung. Das nächste Ziel der Rubrik ist das Momine-Khatun-Mausoleumin in Nachitschewan.
Das als erstes im Orient im Namen einer Frau errichtete Mausoleum gilt als eines der eindrucksvollsten Muster der türkisch-islamischen Kulturdenkmäler in Nachitschewan. Es wurde vom berühmten Baumeister Adschemi Abubekr Oglu Nachitschewani errichtet.
Dieses Bauwerk ist auch unter dem Namen „Atabey-Kuppel“ bekannt. Am Hauptbogen des Mausoleums ist in kufischer Schrift folgende Inschrift zu lesen:
„Wir gehen, doch die Zeit bleibt,
Wir sterben, das Werk bleibt als Andenken.“
Das Mausoleum besteht aus einem unterirdischen Teil (der Gruft) und einem oberirdischen Teil. Nach Ansicht einiger Forscher wurden in der Gruft der Gründer des Atabey-Staates, Schamsaddin Eldagiz, seine Ehefrau Momine Khatun und ihr Sohn Muhammad Dschahan Pahlawan bestattet.
Nach dem Erlass von Präsident Ilham Aliyev vom 22. Mai 2025 wurden für die Bewahrung des einzigartigen historischen Erscheinungsbildes des Momine-Khatun-Mausoleums sowie zu dessen Weitergabe an künftige Generationen Mittel für Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten bereitgestellt. Zu diesem Zweck wurden aus dem Reservefonds des Präsidenten im Staatshaushalt Aserbaidschans für das Jahr 2025 in der Anfangsphase 1 Million Manat dem Ministerkabinett der Autonomen Republik Nachitschewan zugewiesen.