Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Folteropfer berichten vor Gericht über erlittene Qualen während armenischer Besetzung VIDEO

Baku, 11. Juli, AZERTAC

Der Gerichtsprozess gegen die armenischen Staatsbürger Arayik Harutyunyan, Arkadi Ghukasyan, Bako Sahakjan, Davit Ishkhanyan, David Manukyan, Davit Babayan, Levon Mnatsakanyan sowie weitere Personen wurde am 10. Juli fortgesetzt.

Die Angeklagten werden beschuldigt, zahlreiche schwere Verbrechen gegen das aserbaidschanische Volk begangen zu haben. Dazu zählen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit, Völkermord, die Vorbereitung und Durchführung eines Angriffskrieges, Verstöße gegen das Kriegsvölkerrecht und die Kriegsbräuche, Terrorakte, Finanzierung von Terrorismus, die gewaltsame Machtübernahme sowie zahlreiche weitere Straftaten im Zusammenhang mit der militärischen Aggression Armeniens.

Die Verhandlung fand unter Vorsitz von Richter Zeynal Aghayev am Militärgericht von Baku statt. Dem Richterkollegium gehörten außerdem Jamal Ramazanov und Anar Rzayev an. Günel Samadova fungierte als Ersatzrichterin.

Die Angeklagten, ihre Anwälte, einige der Opfer, deren Rechtsnachfolger und Vertreter sowie die Staatsanwälte waren bei der Verhandlung anwesend.

Zeuge Vugar Eminov gab an, dass er 1994 verwundet im Dorf Gulluja, Aghdam, in Gefangenschaft geraten sei. Zunächst wurde er nach Khankendi gebracht, dann nach Schuscha, wo er im Gefängnis festgehalten wurde. Während seiner Gefangenschaft wurde er grausamen Folterungen ausgesetzt. Er wurde täglich mit Gummischlägern und Eisengegenständen geschlagen, und sein Körper wurde elektrischen Schocks ausgesetzt. Er wurde zur Zwangsarbeit gezwungen und arbeitete lange Zeit unter harten Bedingungen. Auf eine Frage des Staatsanwalts Vusal Abdullayev antwortete er, dass einige Gefangene, die mit ihm festgehalten wurden, durch Folter gestorben seien. 1995 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen.

Zeuge Teyyib Ismayilov litt ebenfalls unter der militärischen Aggression Armeniens gegen Aserbaidschan. In seiner Aussage erklärte er, dass er verwundet wurde und durch den Krieg seine Gesundheit verlor. Auf eine Frage der Staatsanwältin Tarana Mammadova sagte er, dass die armenischen Streitkräfte damals Wohngebiete mit Großkaliberwaffen und schwerem Gerät angegriffen hätten.

Imran Guliyev sagte vor Gericht aus, dass bei der Besetzung von Chodschali seine Schwester Zohra Guliyeva getötet wurde und er selbst verwundet wurde. Der Feind erlaubte ihm nicht einmal, den Körper seiner Schwester zu bergen. Erst nach großer Mühe gelang ihm dies drei Tage später. Das Schicksal seines Bruders Zakir Guliyev ist bis heute unbekannt. Auf eine Frage von Nasir Bayramov, Leiter der Abteilung zur Verteidigung der Staatsanwaltschaft beim Generalstaatsanwalt, erklärte er, dass die Zivilbevölkerung von Chodschali, die damals eingeschlossen war, täglich beschossen wurde.

Der Zeuge Ramil Alakbarov berichtete, dass er mit seiner Familie im sogenannten Gala-Tal in Chodschali lebte. In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1992, während des Genozids von Chodschali, eröffneten Armenier das Feuer auf aserbaidschanische Zivilisten, wodurch viele ums Leben kamen. Er selbst wurde am rechten Bein verletzt und zusammen mit mehr als 200 anderen Aserbaidschanern gefangen genommen. Der damals 12-jährige Zeuge sagte, dass 12-13 Gefangene von den Armeniern auf ein Feld gebracht und dort erschossen wurden. Einige Gefangene wurden herausgegriffen und mit Fahrzeugen an einen unbekannten Ort gebracht.

Ramin Azizov berichtete, dass seine Angehörigen während des Genozids von Chodschali getötet wurden. Er war damals 14 Jahre alt und wurde bei der Explosion einer von Armeniern abgefeuerten Rakete „Alazan“ an verschiedenen Körperstellen verletzt. Azizov sagte, dass er am 26. Februar zusammen mit anderen Aserbaidschanern gefangen genommen und am 3. März freigelassen wurde. Auf eine Frage von Tugay Rahimli, dem Assistenten des Generalstaatsanwalts für Sonderaufgaben, antwortete er, er sei 26 Tage lang in Gefangenschaft gewesen. „Trotz meines jungen Alters haben sie mich gefoltert und geschlagen. Ich erinnere mich an den Namen eines der Folterer, einen Armenier namens Edik“, fügte er hinzu.

Während der Besetzung von Chodschali war das Opfer Mubariz Hamidov 13 Jahre alt. In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1992 wurde er durch Schüsse, Explosionen und Schreie geweckt. Armenische Streitkräfte griffen die Stadt an, brannten Häuser nieder und schossen auf Menschen. Die Zivilbevölkerung floh barfuß und ungeschützt im Schnee und Frost in den Kätik-Wald, um ihr Leben zu retten. Doch der Feind ließ ihnen nicht einmal die Flucht zu, eröffnete das Feuer und schuf eine regelrechte Kugelhagel. Auf eine Frage des Staatsanwalts Fuad Musayev antwortete Mubariz Hamidov, dass es ihm gelang zu entkommen und das Dorf Schelli in Aghdam zu erreichen. Während der Ereignisse verlor er seine Mutter, seinen Onkel und weitere Verwandte. Das Schicksal seiner Mutter ist bis heute unbekannt. Seine Füße waren damals erfroren, und Ärzte mussten drei seiner Zehen amputieren.

Ramin Baghirov sagte aus, dass er bei der Chodschaliner Tragödie von minderjährig war und zusammen mit seinen Verwandten an einem Ort namens Dahraz gefangen genommen wurde. Sie wurden auf einem Schweinehof festgehalten. Am 29. Februar wurde er zusammen mit anderen Aserbaidschanern freigelassen. Während der Ereignisse in Chodschali verschwanden sein Onkel und Cousin spurlos, über ihr Schicksal gibt es keine Informationen.

Rovschan Khudayarov sagte, dass er beim Völkermord von Chodschali19 Jahre alt war. Wegen des Angriffs musste er zusammen mit Geschwistern und Verwandten ihr Wohngebiet verlassen. Er blieb mit anderen Verwandten und Dorfbewohnern im Wald und wurde am 28. Februar von armenischen Streitkräften gefangen genommen. Während ihrer Gefangennahme wurden sie beschossen, was zu Toten und Verletzten führte. Khudayarov selbst wurde dabei verwundet.

Khalig Mirzayev sagte aus, dass er im August 1996 beim Spaziergang im Wald des Dorfes Garavalilar im Bezirk Gadabay von armenischen Streitkräften gefangen genommen wurde. Nach 45 Tagen wurde er nach Aserbaidschan zurückgebracht.

Vagif Namazov berichtete, dass er während des Genozids von Chodschali mehrere Schrapnellwunden erlitt, etwa 20 Schrapnellsplitter seien noch in seinem Körper. Armenische Soldaten nahmen ihn gefangen und brachten ihn nach Askeran. Am 27. Februar wurde er nach Aserbaidschan zurückgebracht.

Jeyhun Abdulov sagte, er sei in Chodschali geboren und habe die Stadt mit seiner Familie während des Genozids verlassen. Er wurde verletzt und zusammen mit seiner Mutter gefangen genommen. Später wurde er nach Khankendi gebracht und dort drei Monate lang festgehalten.

Murvat Mammadov berichtete, dass seine Familie zu den gewaltsam vertriebenen Menschen aus Westaserbaidschan gehörte und sich 1988 in Chodschali niedergelassen hatte. Während des Genozids wurde er verwundet und zusammen mit seiner Familie gefangen genommen. Sein Vater und seine Brüder wurden enthauptet. Vor seinen Augen wurde ein minderjähriger Junge namens Ahmad aus Chodschali in die Hand geschossen. Auf eine Frage von Vusal Aliyev, dem leitenden Assistenten des Generalstaatsanwalts, sagte er, dass er während der sieben Tage Gefangenschaft verschiedenen Folterungen ausgesetzt war. Fünf weitere Familienmitglieder wurden ebenfalls gefangen genommen und gefoltert. „Mein Vater und meine Brüder wurden enthauptet. Ihre Leichen wurden bis heute nicht gefunden“, fügte er hinzu.

Alasgar Abbasov sagte, dass er 1992 bei den Gefechten um die Verteidigung von Dörfern im Bezirk Gazach verwundet wurde.

Vahid Guliyev berichtete, dass er 1992 in Girmizibazar verwundet und gefangen genommen wurde. Nach einem Monat und vier Tagen wurde er an Aserbaidschan übergeben, während dieser Zeit erlitt er grausame Folter.

Safar Sadigov sagte, dass er während der Kämpfe um den Farrukh-Berg verwundet und gefangen genommen wurde. Während seiner Gefangenschaft wurde er schwer gefoltert.

Mehman Yusifov, Ali Ismayilov, Adil Yusifov und Nazim Huseynov sagten, sie seien 1992 während der Verteidigung des Dorfes Guschtschu Ayriım im Bezirk Gazach durch Beschuss der armenischen Armee verwundet worden.

Tahsin Hasanov (1991) und Famil Mammadov (2003) sagten, sie seien im Bezirk Gazach gefangen genommen worden. Beide berichteten von Folter während ihrer Gefangenschaft.

Mikayil Ibrahimov berichtete, dass er 1992 im Dorf Balajafarli im Bezirk Gazach verwundet wurde, als Armenier auf ein ziviles Fahrzeug schossen.

Aydin Suleymanov sagte, dass er 1995 beim Hüten von Tieren im Dorf Kamarli im Bezirk Gazach gefangen genommen wurde und nach drei Tagen nach Aserbaidschan zurückgebracht wurde. Während dieser Zeit wurde er gefoltert und geschlagen.

Zaur Aliyev berichtete, dass während der Besetzung von Schuscha durch armenische Streitkräfte 1992 die Rippen seines Vaters sowie der Kiefer und die Zähne seines Onkels gebrochen wurden. Ihr Haus wurde geplündert, und sie wurden nach Khankendi gebracht. Sein Onkel war vier Monate, sein Vater fünf Monate in Gefangenschaft. Er selbst wurde in einem Hofschuppen bei einem Armenier im Bezirk Gafan (Armenien) festgehalten, seine Beine waren zwei Wochen lang mit einem Seil gefesselt. Er war insgesamt sechs Monate gefangen, im Alter von neun Jahren.

Baschir Garayev sagte, dass er 1993 gefangen genommen wurde und im Gefängnis von Schuscha festgehalten wurde, wo er gefoltert wurde. Er berichtete, dass verstorbene aserbaidschanische Gefangene und Geiseln auf dem Hof des Gefängnisses begraben wurden.

Omar Alakbarov sagte, dass er am 9. November 2020 in Khojavend/Chodschawänd verwundet und bewusstlos gefangen genommen wurde. Während der 34-tägigen Gefangenschaft wurde er gefoltert.

Hamaya Aliyeva berichtete, dass am 8. April 1992, als armenische Streitkräfte das Dorf Aghdaban im Bezirk Kelbadschar angriffen, Dorfbewohner getötet wurden. Ihr Ehemann Kamal Abiyev und ihre Tochter Ulviyya Abiyeva wurden getötet.

Vazeh Garashov sagte, dass während des Angriffs der armenischen Armee auf Aghdaban sein Haus wie viele andere im Dorf geplündert wurde.

Duman Museyibov sagte, dass 1992 im Bezirk Goranboy sein Bruder von armenischen Streitkräften erschossen wurde und er selbst verwundet wurde.

Yaltschin Suleymanov berichtete, dass er während der Kämpfe um Aghdara 1992 gefangen genommen und fast drei Jahre (zwei Jahre und elf Monate) im Gefängnis von Schuscha festgehalten wurde, wo er gefoltert und zur Arbeit gezwungen wurde.

Bayram Karamov sagte, dass er am 8. November 2020 durch Beschuss armenischer Streitkräfte verwundet wurde, am 11. November gefangen genommen und am 14. Dezember an Aserbaidschan übergeben wurde. Während der Gefangenschaft wurde er gefoltert.

Elkhan Novruzov berichtete, dass er 1992 im Bezirk Kelbadschar verwundet und gefangen genommen wurde. Er wurde im Bezirk Aghdara festgehalten, wo er geschlagen, schwer gefoltert und ihm die Zähne gezogen wurden. Novruzov war vier Jahre und einen Monat gefangen und wurde am 10. Mai 1996 freigelassen.

Samir Majidov sagte, dass er bei den Gefechten um Aghdam verwundet und von armenischen Streitkräften gefangen genommen wurde, die ihn ins Gefängnis von Schuscha brachten. Dort war er zwei Monate und sechs Tage in Gefangenschaft, wurde gefoltert und mit verschiedenen Werkzeugen geschlagen.

Zaur Aliyev sagte, dass er acht Monate gefangen war, während denen er wie andere Gefangene und Geiseln gefoltert wurde.

Die Opfer beantworteten auch Fragen der Angeklagten, ihrer Verteidiger und Vertreter.

Im Gerichtsverfahren wurden auch die Gutachten der gerichtsmedizinischen Untersuchungen zu den geschädigten Personen verlesen.

Die nächste Gerichtssitzung ist für den 11. Juli angesetzt.

Sie sollen im Rahmen des Angriffskriegs Armeniens gegen Aserbaidschan schwerwiegende Straftaten begangen haben. Dieser Krieg wurde unter direkter Leitung und aktiver Beteiligung hochrangiger Vertreter des armenischen Staates geplant, zentral organisiert und durchgeführt. Zu den verantwortlichen Hauptakteuren zählen unter anderem Robert Sedraki Kotscharjan, Sersch Asati Sargsjan, Manukjan Wasgen Mikayel, Sarkissjan Wasken Zaveni, Babajan Samwel Andraniki, Balasanjan Witali Mikhaili, Balajan Zori Hayki, Ohanjan Sejran Muscheghi, Garamjan Arschawir Surenovitsch und Melkonian Monte Charles. Sie sollen dabei auf der Grundlage mündlicher und schriftlicher Befehle sowie durch materielle, technische und personelle Unterstützung gehandelt haben – mit direkter Kontrolle durch staatliche Organe, Streitkräfte und illegale bewaffnete Gruppen Armeniens.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, sich aktiv an den Verbrechen der armenischen Regierung sowie der sogenannten „Republik Bergkarabach“ und deren bewaffneten Formationen beteiligt zu haben. Zu den Beschuldigten gehören unter anderem:

Arayik Harutyunyan, Arkadi Ghukasyan, Bako Sahakjan, Davit Ishkhanyan, David Manukyan, David Babayan, Levon Mnatsakanyan, Vasili Beglaryan, Erik Gazaryan, Davit Allahverdiyan, Gurgen Stepanyan, Levon Balayan, Madat Babayan, Garik Martirosyan und Melikset Pashayan.

Die Anklagepunkte sind vielfältig und schwerwiegend. Sie umfassen unter anderem folgende Artikel des Strafgesetzbuches der Republik Aserbaidschan:

∙ Artikel 100 – Führen eines Angriffskrieges

∙ Artikel 102 – Angriffe auf international geschützte Personen/Einrichtungen

∙ Artikel 103 – Völkermord

∙ Artikel 105–107, 109–110 – Ausrottung, Zwangsumsiedlung, Verfolgung, gewaltsame Einführung

∙ Artikel 112–115, 116, 118 – Freiheitsberaubung, Folter, Kriegsverbrechen, Plünderung

∙ Artikel 120 – Vorsätzlicher Mord

∙ Artikel 192, 214, 214-1 – Illegale wirtschaftliche Aktivitäten, Terrorismus, Terrorismusfinanzierung

∙ Artikel 218, 228, 270-1 – Bildung krimineller Vereinigungen, illegaler Waffenbesitz, Gefährdung der Luftsicherheit

∙ Artikel 277, 278, 279 – Attentate auf Amtsträger, gewaltsame Machtübernahme, Bildung illegaler bewaffneter Gruppen

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