Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Verletzte, Gefolterte und Minenopfer berichten vor Gericht über Kriegsverbrechen armenischer Streitkräfte VIDEO

Baku, 28. Juli, AZERTAC

Der Gerichtsprozess gegen die armenischen Staatsbürger Arayik Harutyunyan, Arkadi Ghukasyan, Bako Sahakjan, Davit Ishkhanyan, David Manukyan, Davit Babayan, Levon Mnatsakanyan sowie weitere Personen wurde am 28. Juli fortgesetzt.

Die Angeklagten werden beschuldigt, zahlreiche schwere Verbrechen gegen das aserbaidschanische Volk begangen zu haben. Dazu zählen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit, Völkermord, die Vorbereitung und Durchführung eines Angriffskrieges, Verstöße gegen das Kriegsvölkerrecht und die Kriegsbräuche, Terrorakte, Finanzierung von Terrorismus, die gewaltsame Machtübernahme sowie zahlreiche weitere Straftaten im Zusammenhang mit der militärischen Aggression Armeniens.

Die Verhandlung fand unter Vorsitz von Richter Zeynal Aghayev am Militärgericht von Baku statt. Dem Richterkollegium gehörten außerdem Jamal Ramazanov und Anar Rzayev an. Günel Samadova fungierte als Ersatzrichterin.

Die Angeklagten, ihre Anwälte, einige der Opfer, deren Rechtsnachfolger und Vertreter sowie die Staatsanwälte waren bei der Verhandlung anwesend.

Zahlreiche Kriegsopfer berichteten vor Gericht über Folter, Gefangenschaft und Minenexplosionen durch armenische Streitkräfte

Tahir Mahmudov erklärte in seiner Aussage, dass er am 21. Juli 2021 im Bezirk Khojaly/Chodschali durch die Explosion einer Mine schwer verletzt wurde. Zum Zeitpunkt des Vorfalls war er als Wachmann für ein Unternehmen tätig.

Dschumschud Gahramanov schilderte, dass sein Heimatdorf Jojug Marjanli im Bezirk Jabrayil/Dschäbrayil während des 44-tägigen Vaterländischen Krieges im Jahr 2020 wiederholt unter Artilleriebeschuss durch armenische Streitkräfte stand. Am 1. Oktober 2020 schlug ein Geschoss in seinem Hof ein. Dabei wurden sein Haus beschädigt und seine Tiere getötet. Auf Fragen des Staatsanwalts Fuad Musayev antwortete er, dass auch andere Häuser in der Ortschaft getroffen wurden und Dorfbewohner Hilal Haziyev verletzt wurde.

Hilal Haziyev bestätigte in seiner Aussage die Angaben von Gahramanov und gab an, am 28. September 2020 im Dorf Jojug Marjanli eine Splitterverletzung im Gesichtsbereich erlitten zu haben.

Guloghlan Mirzaliyev erklärte, dass er im Februar 2021 in Jojug Marjanli auf eine Mine trat und verletzt wurde: „Mein Knöchel war an drei Stellen gebrochen“, so der Geschädigte.

Ramil Farhadov berichtete, dass während des Vaterländischen Krieges ein Geschoss sein Wohnhaus in Jojug Marjanli traf. Er betonte, dass sich im Dorf keine bewaffneten Einheiten der aserbaidschanischen Armee befanden und von dort aus kein Beschuss gegen armenische Kräfte erfolgte.

Elnur Amiraslanov sagte aus, dass er im Jahr 2018 während seines Militärdienstes im Rayon Tartar durch eine Provokation armenischer Truppen eine Schusswunde erlitt.

Mirhasan Huseynov erklärte, dass er am 26. Oktober während des Vaterländischen Krieges in Richtung Latschin durch Artilleriebeschuss eine Splitterverletzung erlitt. Auf Fragen der Staatsanwältin Terana Mammadova sagte er aus, dass bei dem Vorfall etwa 15 aserbaidschanische Soldaten verletzt wurden.

Agschin Huseynov gab an, am 8. Juni 1992 bei Kämpfen in der Ortschaft Gyzylhajily im Bezirk Gazakh durch die Detonation einer Mörsergranate verletzt worden zu sein. Auf Fragen von Nasir Bayramov, dem Abteilungsleiter in der Verwaltung für die Vertretung der staatlichen Anklage bei der Generalstaatsanwaltschaft, erklärte er, dass zwei weitere Personen verletzt wurden und Tahir Yunisov dabei gefallen sei.

Kamil Huseynov schilderte, dass er am 28. September 2020 in der Nähe des Dorfes Tsshayli (Bezirk Tartar) durch Schusswaffenfeuer verletzt wurde. Er erklärte auf Fragen des leitenden Assistenten des Generalstaatsanwalts, Vusal Aliyev, dass die armenische Seite mit Mörsern, Sturmgewehren und Maschinengewehren geschossen habe.

Parviz Najafov berichtete, dass er am 8. Oktober 2022 im Rayon Aghdam als Mitarbeiter eines Unternehmens auf eine Antipersonenmine trat und verletzt wurde.

Bakhtiyar Mammadov sagte aus, dass er im Mai 1993 in der Ortschaft Galaytschilar (Bezirk Aghdam) gefangen genommen wurde und drei Jahre lang in Gefangenschaft gehalten wurde. Auf Fragen des Staatsanwalts Vusal Abdullayev erklärte er, dass er während seiner Gefangenschaft in Schuscha, Khankendi und anderen Orten interniert war und dabei grausamer, unmenschlicher Behandlung sowie verschiedenen Foltermethoden ausgesetzt wurde.

Sabir Hagverdiyev, Idyal Allahverdiyev, Murad Bennayev, Özal Ismayilov, Ramin Afandiyev, Orkhan Salifov, Aghasif Hamidov, Huseyn Javadov und Parviz Hasanov gaben an, während des Vaterländischen Krieges im Jahr 2020 durch Beschuss durch armenische Streitkräfte verletzt worden zu sein.

Amin Musayev schilderte, dass er während des Vaterländischen Krieges 2020 eine Schussverletzung erlitt, anschließend von armenischen Kräften gefangen genommen und während seiner Gefangenschaft täglich gefoltert wurde. Er sei am 8. November im Gebiet zwischen Schuscha und Khankendi verwundet und am 11. November gefangen genommen worden. Dabei sei er beschimpft, mit dem Gewehrkolben am Kopf geschlagen und anschließend in ein Fahrzeug gezerrt worden, wo er das Bewusstsein verlor. Später habe er erfahren, dass er nach Jerewan gebracht wurde.

„Mein Bein war verletzt. Bei der Behandlung haben sie absichtlich Schmerzen verursacht, um mich zu foltern. Dabei hätten sie eigentlich einen Drainageschlauch einsetzen müssen – das haben sie nicht getan. Die Wunde wurde schmerzhaft und gewaltsam gereinigt. Je mehr ich schrie, desto brutaler gingen sie vor. Sie schütteten sogar kochendes Wasser über meinen Körper – bis zum Hals“, so Musayev. Er wurde am 14. Dezember an Aserbaidschan übergeben.

Der Angeklagte David Babayan stellte ihm im Gericht die Frage, warum er vom 8. bis zum 11. November nicht von seinen Kameraden evakuiert worden sei. Musayev antwortete: „Meine Kameraden sind gefallen. Ich war bewusstlos – man hielt mich für tot. Im Krieg ist es nicht immer möglich, sofort Gefallene oder Verwundete zu bergen.“ Auf weitere Fragen sagte er, er habe während seiner Gefangenschaft in Armenien seine Gesundheit verloren.

Khayal Mammadov gab an, am 12. September 2022 in Khojavend/Chodschawänd durch das Feuer armenischer Resteinheiten und illegaler bewaffneter Gruppen verletzt worden zu sein.

Emin Guschtschiyev berichtete, dass er am 10. Mai 2023 in Kelbadschar durch Beschuss aus Armenien verwundet wurde.

Bakir Karimov sagte aus, dass er am 24. März 1992 in einem Apfelgarten im Bezirk Aghstafa entführt wurde. Damals seien auch fünf weitere Aserbaidschaner in Geiselhaft genommen worden. Sie wurden zunächst nach Berd, dann nach Jerewan gebracht, wo sie geschlagen, beschimpft und gefoltert wurden.

Hasan Hasanov bestätigte, zusammen mit Karimov gefangen genommen worden zu sein und nach einer Woche freigelassen worden zu sein.

Mahammad Bayramov sagte aus, dass er zusammen mit Karimov und Hasanov gefangen genommen wurde. Während der Gefangenschaft habe ein armenischer Soldat ihm mit einem Messer ein Stück seines Ohres abgeschnitten.

Sahib Baghirov berichtete, dass er 1995 von armenischen Streitkräften gefangen genommen wurde. In der Gefangenschaft wurde er geschlagen und gefoltert; ihm wurden sieben Zähne sowie zwei Fingernägel entfernt. Nach einem Jahr wurde er an Aserbaidschan übergeben.

Mehrere Zivilpersonen – Fuad Gurbanli, Elnur Zulfugarov, Gurban Gurbanov, Ilham Ahmadov, Samir Gasimov, Fagan Mustafayev, Nijat Bakhischov – erklärten, am 28. Oktober 2020 durch einen Raketenangriff auf den Bezirk Barda durch armenische Kräfte verletzt worden zu sein.

Elyar Ojakverdiyev wurde nach eigenen Angaben zweimal – am 13. Dezember 2020 und am 13. Januar 2021 – durch Minenexplosionen verletzt. Er war als Mitarbeiter einer Straßenbaufirma tätig.

Agha Safaraliyev (1993) und Faig Namazov (1992) erklärten, bei Kämpfen auf dem souveränen Territorium Aserbaidschans durch gegnerisches Feuer verletzt worden zu sein.

Seymur Mammadov sagte aus, dass er am 28. September während des Vaterländischen Krieges durch Artilleriebeschuss durch armenische Streitkräfte verletzt wurde. Dabei seien seine Kameraden, die Brüder Khalig und Elschan Abbasov, getötet und Faig Mahmudov verletzt worden.

Asad Rustamov erklärte, dass er am 19. März 2016 im Dorf Gapanli (Bezirk Tartar) als Zivilist während einer Autofahrt durch armenisches Feuer eine Schussverletzung erlitt.

Die Geschädigten Sabir Latifov (Chodschawänd), Oruj Rustamov (Jabrayil), Tazagul Hamzayeva (Zangilan) und Sary Bakhischov (Kelbadschar) erklärten, durch die armenische Besatzung ihrer Heimatregionen zu Binnenvertriebenen geworden zu sein; ihre Häuser und Grundstücke seien in den damals besetzten Gebieten zurückgeblieben.

Die Opfer beantworteten zudem Fragen der Angeklagten, ihrer Verteidiger sowie der anwesenden Vertreter.

Die nächste Gerichtssitzung ist für den 31. Juli angesetzt.

Sie sollen im Rahmen des Angriffskriegs Armeniens gegen Aserbaidschan schwerwiegende Straftaten begangen haben. Dieser Krieg wurde unter direkter Leitung und aktiver Beteiligung hochrangiger Vertreter des armenischen Staates geplant, zentral organisiert und durchgeführt. Zu den verantwortlichen Hauptakteuren zählen unter anderem Robert Sedraki Kotscharjan, Sersch Asati Sargsjan, Manukjan Wasgen Mikayel, Sarkissjan Wasken Zaveni, Babajan Samwel Andraniki, Balasanjan Witali Mikhaili, Balajan Zori Hayki, Ohanjan Sejran Muscheghi, Garamjan Arschawir Surenovitsch und Melkonian Monte Charles. Sie sollen dabei auf der Grundlage mündlicher und schriftlicher Befehle sowie durch materielle, technische und personelle Unterstützung gehandelt haben – mit direkter Kontrolle durch staatliche Organe, Streitkräfte und illegale bewaffnete Gruppen Armeniens.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, sich aktiv an den Verbrechen der armenischen Regierung sowie der sogenannten „Republik Bergkarabach“ und deren bewaffneten Formationen beteiligt zu haben. Zu den Beschuldigten gehören unter anderem:

Arayik Harutyunyan, Arkadi Ghukasyan, Bako Sahakjan, Davit Ishkhanyan, David Manukyan, David Babayan, Levon Mnatsakanyan, Vasili Beglaryan, Erik Gazaryan, Davit Allahverdiyan, Gurgen Stepanyan, Levon Balayan, Madat Babayan, Garik Martirosyan und Melikset Pashayan.

Die Anklagepunkte sind vielfältig und schwerwiegend. Sie umfassen unter anderem folgende Artikel des Strafgesetzbuches der Republik Aserbaidschan:

∙ Artikel 100 – Führen eines Angriffskrieges

∙ Artikel 102 – Angriffe auf international geschützte Personen/Einrichtungen

∙ Artikel 103 – Völkermord

∙ Artikel 105–107, 109–110 – Ausrottung, Zwangsumsiedlung, Verfolgung, gewaltsame Einführung

∙ Artikel 112–115, 116, 118 – Freiheitsberaubung, Folter, Kriegsverbrechen, Plünderung

∙ Artikel 120 – Vorsätzlicher Mord

∙ Artikel 192, 214, 214-1 – Illegale wirtschaftliche Aktivitäten, Terrorismus, Terrorismusfinanzierung

∙ Artikel 218, 228, 270-1 – Bildung krimineller Vereinigungen, illegaler Waffenbesitz, Gefährdung der Luftsicherheit

∙ Artikel 277, 278, 279 – Attentate auf Amtsträger, gewaltsame Machtübernahme, Bildung illegaler bewaffneter Gruppen

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