Opfer-Aussagen im Prozess gegen Ruben Vardanyan VIDEO
Baku, 29. Juli, AZERTAC
Der Prozess im Strafverfahren gegen den armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan, der wegen Folter, Söldnertätigkeit, Terrorismus, Terrorismusfinanzierung und anderer Straftaten gemäß dem Strafgesetzbuch der Republik Aserbaidschan angeklagt ist, wurde am 29. Juli fortgesetzt.
Die Gerichtsverhandlungen fanden unter Vorsitz von Richter Zeynal Aghayev am Militärgericht von Baku statt. Dem Richterkollegium gehörten außerdem Jamal Ramazanov und Anar Rzayev an. Günel Samadova fungierte als Ersatzrichterin. Der beschuldigten Person wurden ein Dolmetscher und ein Anwalt ihrer Wahl für seine Verteidigung zur Verfügung gestellt.
Vor der Befragung erläuterte Richter Zeynal Aghayev den Opfern und erstmals am Verfahren beteiligten Rechtsnachfolgern ihre Rechte und Pflichten.
Rahim Kalbiyev, gesetzlicher Erbe und Vater des Opfers Isa Kalbiyev, erklärte, dass sein Sohn im Bezirk Kelbadschar durch Schüsse von Resteinheiten der armenischen Streitkräfte und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen getötet worden sei.
Ilgar Khalilov, gesetzlicher Erbe und Vater des Opfers Mahammad Khalili, sagte aus, dass sein Sohn in Khojavand/Chodschawänd durch Schüsse feindlicher Kräfte getötet worden sei.
Opfer Kamran Isgandarli erklärte gegenüber Nasir Bayramov, dem Leiter der Abteilung für öffentliche Anklage bei der Generalstaatsanwaltschaft, dass er in Kelbadschar durch die Explosion eines Geschosses, abgefeuert von Resteinheiten der armenischen Streitkräfte und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen, verletzt worden sei. Er fügte hinzu, dass bei dem Vorfall drei weitere Personen getötet und sieben weitere unterschiedlich schwer verletzt worden seien.
Auf Fragen von Vusal Aliyev, dem leitenden Assistenten des Generalstaatsanwalts, erklärte Opfer Alifandi Farziyev, dass er in Khojaly/Chodschali durch die Explosion eines Geschosses verletzt worden sei.
Opfer Elgun Mammadli gab gegenüber der Staatsanwältin Tarana Mammadova an, in Latschin durch Schüsse von Resteinheiten der armenischen Streitkräfte und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen verletzt worden zu sein. Er ergänzte, dass er eine Schussverletzung am Bein sowie ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten habe.
Eltschin Ismayilov sagte aus, dass er durch Schüsse feindlicher Kräfte verletzt worden sei.
Auf Fragen des Staatsanwalts Fuad Musayev erklärte Opfer Nadir Rzayev, dass er in Richtung Aghdara durch die Explosion eines Artilleriegeschosses, abgefeuert von Resteinheiten der armenischen Streitkräfte und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen, verletzt worden sei.
Auf Fragen des Staatsanwalts Vusal Abdullayev erwähnte Opfer Panah Sadikhov, dass er in Latschin durch Beschuss mit verschiedenen Waffen seitens feindlicher Kräfte verwundet worden sei.
Nurlan Ismayilov sagte aus, dass er in Latschin durch Artilleriebeschuss feindlicher Kräfte verletzt worden sei. Er fügte hinzu, dass bei dem Vorfall zwei Personen verletzt und zwei weitere getötet worden seien.
Alakbar Paschayev sagte aus, dass er in Kelbadschar durch Schüsse von Resteinheiten der armenischen Streitkräfte und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten habe.
Tabriz Mamizade berichtete, in Kelbadschar durch Schüsse verletzt worden zu sein.
Hajibaba Guliyev betonte, dass er in Aghdam durch Schüsse von Resteinheiten der armenischen Streitkräfte und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen am rechten Bein verletzt worden sei.
In ihren Aussagen erklärten die weiteren verletzten Personen – Amin Rahmatzade, Murad Babazade, Jeyhun Guliyev, Eltschin Zeynalzade, Ziyafeddin Ramazanov und Elnur Badalov, dass sie durch Schüsse von Resteinheiten der armenischen Streitkräfte und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen verletzt worden seien.
Die nächste Gerichtssitzung ist für den 5. August angesetzt.
Dem armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan werden zahlreiche schwere Verbrechen vorgeworfen, darunter Kriegsverbrechen, Terrorismus und vorsätzliche Tötung. Zu den zentralen Anklagepunkten gehören die Planung und Durchführung eines Angriffskrieges, Zwangsumsiedlung und Verfolgung von Zivilisten, Entführung und Freiheitsberaubung, sowie Folter und Söldnertätigkeit. Darüber hinaus wird ihm die vorsätzliche Tötung in mehreren Fällen sowie versuchter Mord vorgeworfen. Weitere Anklagen betreffen illegale wirtschaftliche Aktivitäten, Terrorismus und dessen Finanzierung, Gründung krimineller und bewaffneter Gruppen, sowie illegale Waffen- und Sprengstofflagerung. Auch das Überqueren der aserbaidschanischen Grenze ohne Genehmigung und Handlungen, die die Luftsicherheit gefährden, gehören zu den Vorwürfen.