Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Opfer-Aussagen im Prozess gegen Ruben Vardanyan VIDEO

Baku, 19. August, AZERTAC

Der Prozess im Strafverfahren gegen den armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan, der wegen Folter, Söldnertätigkeit, Terrorismus, Terrorismusfinanzierung und anderer Straftaten gemäß dem Strafgesetzbuch der Republik Aserbaidschan angeklagt ist, wurde am 19. August fortgesetzt.

Die Gerichtsverhandlungen fanden unter Vorsitz von Richter Zeynal Aghayev am Militärgericht von Baku statt. Dem Richterkollegium gehörten außerdem Jamal Ramazanov und Anar Rzayev an. Günel Samadova fungierte als Ersatzrichterin. Der beschuldigten Person wurden ein Dolmetscher und ein Anwalt ihrer Wahl für seine Verteidigung zur Verfügung gestellt.

Vor der Befragung erläuterte Richter Zeynal Aghayev den Opfern und erstmals am Verfahren beteiligten Rechtsnachfolgern ihre Rechte und Pflichten.

Anschließend erhob Avraham Berman, der Anwalt des Angeklagten Ruben Vardanyan, Einspruch gegen das Richterkollegium, das den Fall verhandelte.

R. Vardanyan verteidigte den Einspruch.

Zeynal Aghayev gab an, dass die Verteidigung wiederholt Einsprüche mit identischem Inhalt eingereicht habe und auch der aktuelle Einspruch keine neuen Umstände aufweise. Aus den genannten Gründen wurde der Einspruch nicht zur Erörterung zugelassen.

Daraufhin beantragte Avraam Berman ein vertrauliches Treffen mit seinem Mandanten. Der Richter gab dem Antrag statt und verkündete eine Pause in der Verhandlung.

Nach der Unterbrechung wurde den geschädigten Personen sowie deren Rechtsnachfolgern rechtliches Gehör gewährt.

Ilgar Hasanov, Rechtsnachfolger des Opfers Amin Hasanov und sein Vater, sagte in seiner Aussage, dass sein Sohn in Aghdara durch Beschuss verbliebener Einheiten der armenischen Armee und illegaler armenischer bewaffneter Gruppen getötet wurde.

Narbala Babaschov, der Rechtsnachfolger des Geschädigten Ucal Babashov und sein Vater, der die Fragen des Staatsanwalts Fuad Musayev beantwortete, gab an, dass sein Sohn in Khojavend/Chodschawänd durch Beschuss zurückgebliebener Einheiten der armenischen Armee und illegaler armenischer bewaffneter Gruppen getötet wurde.

Afgan Nasibov, Rechtsnachfolger des Opfers Hüseyn Nasibov und sein Vater, sagte in seiner Aussage, dass sein Sohn in Richtung Schuscha-Khankendi bei einer Provokation verbliebener Einheiten und illegaler armenischer bewaffneter Formationen ums Leben gekommen sei.

Natig Guliyev, Rechtsnachfolger des Geschädigten Najmaddin Guliyev und sein Vater, der die Fragen des Assistenten des Generalstaatsanwalts für Sonderaufgaben, Tugay Rahimli, beantwortete, erklärte, dass sein Sohn in Richtung Aghdara durch Beschuss verbliebener Einheiten der armenischen Armee und illegaler armenischer bewaffneter Formationen getötet wurde.

Hamdulla Hüseynov, Rechtsnachfolger von Ramazan Hüseynzade und sein Vater, sagte in seiner Aussage, dass sein Sohn in Khojaly/Chodschali durch Beschuss des Feindes getötet wurde.

Ramil Guliyev betonte, dass er in Kelbadschar verwundet wurde, als eine Granate der gegnerischen Seite in seiner Nähe explodierte. Der Geschädigte, der die Fragen des Staatsanwalts Vusal Abdullayev beantwortete, gab an, dass zu diesem Zeitpunkt zwei Personen in seiner Nähe getötet wurden.

Elnur Hasanov sagte, er sei verletzt worden, als eine Mine, die der Feind gelegt hatte, explodierte, während er Schafe im Dorf Hasangaya im Rayon Tartar hütete.

Barzani Atayev erinnerte sich, dass er in Aghdara verwundet wurde, als er bei der Evakuierung von Verwundeten durch Beschuss der Reste der armenischen Armee und illegaler armenischer bewaffneter Gruppen verletzt wurde.

Iskandar Hüseynov gab in seiner Aussage an, durch Artilleriebeschuss des Feindes verletzt worden zu sein. Samir Karimov und Ali Heydarov wurden bei dem Vorfall ebenfalls verwundet.

Halay Tahirli sagte in seiner Aussage, er sei in Kelbadschar verwundet worden, als eine Granate, die der Feind geworfen hatte, in seiner Nähe explodierte. H. Tahirli, der die Fragen von Nasir Bayramov, dem Leiter der Abteilung für die Verteidigung der staatlichen Anklage der Generalstaatsanwaltschaft, beantwortete, gab an, dass Kanan Nasibov zu diesem Zeitpunkt getötet und Eltakin Hasanov verschiedene Körperverletzungen erlitten hatte.

Elgün Ismayilli gab an, dass er in Khanabad im Rayon Chodschali durch Schüsse der Reste der armenischen Armee und illegaler armenischer bewaffneter Gruppen eine Schusswunde erlitten hatte. Neben ihm wurden bei dem Vorfall auch Khalid Alifov und Babak Ahmadli verwundet.

Khalid Alifov gab in seiner Aussage an, dass er in Chodschawänd durch Beschuss des Feindes verletzt wurde. In seiner Antwort auf die Fragen der Staatsanwältin Tarana Mammadova erklärte er, dass bei dem Vorfall Ahliyar Muradov und Elgün Ismayilli verwundet und Davud Giyasli getötet wurden.

Nüsrat Karimov, Rasul Ramazanov, Aziz Gubadov, Jeyhun Aliyev, Elmaddin Piriyev, Vasif Mammadov, Elnur Piriyev, Ruslan Mirzayev, Mahammad Piriyev, Samir Khammadi, Mohlat Idrisov, Hüseyn Nurullayev, Ravan Ahmadov und Tural Isayev gaben in ihren Aussagen an, bei Provokationen des Feindes Schaden erlitten zu haben.

Die anderen Geschädigten, Elvin Muradov, Maharram Malikow, Ilkin Ahmadov, Azer Hamzayev, Elmaddin Hajizade, Hikmat Jabiyev, Safiyar Mammadli und Orkhan Sadigli, betonten in ihren Aussagen, dass sie in Agdara durch Beschuss des Feindes verwundet wurden.

Raschad Ganbarov, der die Fragen des leitenden Assistenten des Generalstaatsanwalts, Vusal Aliyev, beantwortete, sagte, er sei in Chodschawänd verwundet worden, als eine Granate, die von Resteinheiten der armenischen Armee und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen abgefeuert wurde, in seiner Nähe explodierte. Murad Arzullayev und Javid Aliyev wurden bei dem Vorfall getötet.

Nurlan Abdullayev gab an, in Aghdara durch Beschuss des Feindes verletzt worden zu sein.

Rahil Dovlatov sagte, er sei durch die Explosion einer Mine, die von den armenischen Streitkräften gelegt wurde, verwundet worden.

Imran Mammadov gab an, in Khankendi durch Beschuss des Feindes verletzt worden zu sein.

Gündüz Amoyev sagte, er sei im Rayon Chodschawänd bei einer Provokation der gegnerischen Seite verwundet worden.

Eyvaz Hüseynov gab an, in Agdam durch die Explosion einer Artilleriegranate, die von den Resteinheiten der armenischen Armee und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen in seiner Nähe explodierte, verletzt worden zu sein.

Elvin Jabbarov sagte, er sei in Richtung Agdara-Chodschali durch Beschuss des Feindes verwundet worden.

Rahim Gardaschov sagte, dass in Aghdara eine Granate von den Resteinheiten der armenischen Armee und illegalen armenischen bewaffneten Gruppen auf sein fahrendes Auto abgefeuert wurde. Durch die Explosion wurden er und die anderen Insassen des Autos verletzt.

Toghrul Mehraliyev gab an, in Kelbadschar eine Schädel-Hirn-Trauma durch Beschuss der gegnerischen Seite erlitten zu haben.

Majid Safarov gab an, im Rayon Zangilan durch die Explosion einer Panzerabwehrmine, die von den armenischen Streitkräften gelegt wurde, verletzt worden zu sein.

Izzat Dadaschli sagte, er sei im Rayon Chodschawänd durch Beschuss des Feindes verwundet und während der Evakuierung eine Schädel-Hirn-Trauma erlitten zu haben, als das Auto von Artilleriebeschuss getroffen wurde.

Während des Gerichtsverfahrens wurden die Berichte der gerichtsmedizinischen Gutachten für die Minenopfer und andere Geschädigte – Amid Asadov, Charkaz Guliyev, Oktay Alischov, Elschan Chalilov, Vügar Zülfügarly, Khayal Abdullayev, Ilham Salmanov, Dilavar Schükürov, Rövschän Alizade, Mehman Guliyev, Güloghlan Mirzaliyev, Bahruz Nasirov, Elnur Abbaszade, Khanlar Aslanov, Safar Aliyev und andere – verlesen.

Darüber hinaus wurden im Verfahren Gutachten von gerichtsmedizinischen und sprengstofftechnischen Gutachten verlesen.

Die nächste Gerichtssitzung ist für den 26. August angesetzt.

Dem armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan werden zahlreiche schwere Verbrechen vorgeworfen, darunter Kriegsverbrechen, Terrorismus und vorsätzliche Tötung. Zu den zentralen Anklagepunkten gehören die Planung und Durchführung eines Angriffskrieges, Zwangsumsiedlung und Verfolgung von Zivilisten, Entführung und Freiheitsberaubung, sowie Folter und Söldnertätigkeit. Darüber hinaus wird ihm die vorsätzliche Tötung in mehreren Fällen sowie versuchter Mord vorgeworfen. Weitere Anklagen betreffen illegale wirtschaftliche Aktivitäten, Terrorismus und dessen Finanzierung, Gründung krimineller und bewaffneter Gruppen, sowie illegale Waffen- und Sprengstofflagerung. Auch das Überqueren der aserbaidschanischen Grenze ohne Genehmigung und Handlungen, die die Luftsicherheit gefährden, gehören zu den Vorwürfen.

 

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